Graf Saint Germain in der Literatur Biblio-graphie Friedhard Radam Bilder Sitemap Links Literaturliste
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| Bibliographie
Vorbemerkungen (Die Bemerkungen zu den einzelnen Abteilungen erscheinen geson dert vor diesen). Das Stichwort, nach dem ich in allen Fällen gefragt habe, war "Saint-üermain" (bzw. "St.-Germain") oder auch "Germain, Saint (St.)". Gegebenenfalls habe ich auch nach "Rakoszy", "Karl von Hessen-Kassel", "Cagliostro" und anderen Namen des Umfeldes ge¬sucht. Ich habe das nicht weiter vermerkt.- Etliche Titel sind von mir annotiert, einige räsonnierend be¬sprochen worden. Die Länge des Kommentars ist grundsätzlich nicht gleichbedeutend mit dem Wert des betreffenden Titels! (Eher im Gegenteil. An einem abgerundeten Ganzen kann man sich weniger festhaken als an einer bruchigen Komposition.) Einige Kapitel der Biblioqraphie, die Vorstufen, habe ich eher pauschal behandelt, um sie nicht unnötig aufzublähen. Letzt¬lich kommt es nur auf die über St.-G. und Umgebung gewonnenen Titel an. Auch sehe ich in meiner Arbeit weniger ein abstraktes Vorführen von Methoden als einen Erfahrungsbericht.- Aus dem gleichen Grunde habe ich z. B. bei den potenzierten Biblio¬graphien nur Kurztitel genannt (oder habe sie als selbstver¬ständliche Grundlagen gar nicht erst erwähnt).- Zum Stichwort "Methode" muß ich auch noch etwas hinzufüqen: im Zusammenhang des Textes (Kap. II B Erörterung der Methode, S. 13 ff.) mag der Eindruck entstanden sein, ich hätte unter der1induktiven Methode1 lediglich das unsystematische Suchen von Titeln anhand subjektiver Literaturverzeichnisse ver¬standen. Dem ist nicht so; nur zeigte die Praxis, daß laufen¬de Fachbibliographien und -Zeitschriften im allgemeinen, mit Ausnahmen, kaum ergiebiger waren als die AIlgemeinbiblio-graphien. Daher ihr Übergehen im Text. Abschließend möchte ich zum Aspekt der Sacherschließung noch einmal sagen, daß der Zugang zur Biographie Saint-Germains auf dem Wege über Druckerzeugnisse in zweifacher Hinsicht un¬genügend ist. Zum einen müßte man sich beim Aufspüren seiner Lebenslinien viel mehr auf kompetente Aussagen und Berichte stützen können (die es vielleicht gegeben hat, die aber wahrscheinlich zum größten Teil unwiederbringlich verloren sind); zum anderen ist er insofern ein untaugliches Objekt, als man bei ihm wesentliche Züge offenbar viel weniger als bei anderen histo¬rischen, d. i. historisch wirksamen, Persönlichkeiten durch das Studium von Akten und schriftlichen Dokumenten begründen kann.- Eine sachliche Bemerkung ist noch vonnöten: Aus technischen Gründen stehen in den bibliographischen Be¬schreibungen dann und wann runde Klammern, wo eigentlich eckige hinkommen müßten.
A. Theoretische und vorbereitende Literatur Hoferichter, Jürgen: Bibliographische Untersuchungen zu den Literaturangaben bei ausgewählten Stichwörtern zur Geschichtswissenschaft in "Meyers enzyklopädischem Lexikon" (9. Aufl.) und in der "Brockhaus Enzyklopädie" (17. Aufl.) : Hausarbeit zur Diplomprüfung für den Dienst an Wissenschaftlichen Bibliotheken an der Fachhochschule Hamburg - Fachbereich Bibliothekswesen / vorgelegt von Jürgen Hoferichter, Hamburg, 5.5.1978. - 148, 19 S. - Stein, Ernst: Die Erstellung von Fachbibliographien, dar¬gestellt an einem Beispiel der Arbeit der Technisch-Wis¬senschaftlichen Auskunftsstelle der Universitätsbiblio¬thek Jena an der bibliographischen Erfassung der inter¬nationalen Laser-Literatur. In: Weite Welt und breites Leben : Festschrift Karl Bulling. - Leipzig : Bibliogr. Inst., 1966. - (Zentralblatt für Bibliothekswesen, Bei¬heft 82.), S. 117 - 129. Totok, Wilhelm: Zur Anfertigung von Fachbibliographien. - In Nachrichten für Dokumentation 7 (1956), S. 49 - 52. Das Fischer-Lexikon : Philosophie. - 241. - 255. Tsd. - Frank' fürt am Main T "Fischer, 1969. - (Fischer-Lexikon ; 11) Philosophisches Wörterbuch. - 18. Aufl. - Stuttgart : Kröner, F969" - (Kröners Taschenausgaben ; 13).
B. Nachschlagewerke a) Enzyklopädien, (Konversations-)Lexika Geprüft habe ich insgesamt 66 Titel, von denen hier nur die verzeichnet sind, welche positiv waren. Ausnahmen bildeten jene negativen, die ich im Text erwähnte oder bei denen ge¬rade das Fehlen des Stichwortes "St.-G." interessant ist.-Von diesen 66 Titeln weist etwa die Hälfte eine Eintragung auf, wobei nur rund 10 Werke auch Literatur angeben.-In der Zeile unter der bibliographischen Beschreibung ist mit "+" incl. Bandnr. und Seitenzahl oder mit "oo" angegeben, ob Saint-Germain eine Eintragung bekommen hat oder nicht. In Klammern ist die Zahl der Zeilen oder Spalten aufge¬führt. "++" bedeutet, daß auch Literatur verzeichnet ist; in diesem Falle gebe ich meist zusätzlich die Anzahl der Titel an.
Da die unmittelbare Nachbarschaft ohnehin gegeben war, habe ich gleich mit angegeben, ob des Grafen Konkurrent Claude-Louis ebenfalls registriert ist. Die Angaben zu seiner Per¬son sind mit "Schrägstrich" "/" abgetrennt oder aber mit "Cl.-L." bezeichnet.- (Die Hinweise der letzten beiden Ab¬sätze gelten auch für die anderen Literaturkategorien von Abschnitt B.)
Allgemeine deutsche Real-Enzyklopädi [siclj für die ge- bildeten Stände : (Konversationslexikon) in zwölf BämJen. -7. OriginalaufT. - Leipzig : Brockhaus, 1827. -++ ßd. 4, 634 (ca. IS.), Ix Lit.: Duhausset. Brockhaus Conversations-Lexikon : allgem. dt. Real-Enzyklopädie 16 ßden. - 13. vollst, umgearb. Aufl., - Leipzig : Brock¬haus, 1882 - 1887. -++ Bd. 14, S. 114 (11 Z.; vgl. S. 1) Diccionario enciclopedico Salvat. - Vol. 1 - 12. - Barcelona : u. a. : SiTvat, 19577^ + Bd. 11, 222 (9 Z.) dtv-Lexikon : ein Konversationslexikon in 20 Bden. - München : DeutscTfer Taschenbuchverl., 1972. -oo/oo Duden-Lexikon in drei Bänden. - Mannheim : Bibliogr. Inst., oo/oo Enciclopedia italiana di scienze, letteri ed arti. - Vol. 1 - 36 Mailand : Teccani, 1929 - 1939. -+ Bd. 30, 464 (22 Z.) Cl.-L. + Enciclopedia Pomba per le famiglie. - Bd. 1 - 2. - 2. Aufl. - Turin : Unione Tip.grafico Editrice Torinese, 1929 - 1930. - + Bd 2, 755 (als Saint-Germain, G u i s e p p e , Conte di), 10 Z. The Encyclopaedia Britannica. -Vol. 1 - 24. - 14th ed. -TöTTHon ; New York : Enc. Brit., 1929. -++ Vol. 19, 831 (39 Z., 7 x Lit., z. T. annotiert: Birch, Bülau, Lang, Oettinger, L. Wraxall; Grimm u. Voltaire erw.) Encyclopaedia Judaica. - Vol. 1 - 16 + Index. - Jerusalem : ~Tnc. Jud., T97T~-~1972. -oo Encyklopedja Powszechna Ultima Thule. -1.-9. (an Standort SuUß nur bis - Spa und 1 Einzelheft). - Warschau : U.T., 1930 - 1938. - #+ Bd. 9, 361 (10 Z.; konnte zumindest sehen, daß das Sterbedatum richtig ist) Everyman's Encyclopaedia. - Sixth ed. in 12 vol. - London u. a. : Dent, 1978. -+ Vol. 10, 540 (12 Z.) Grand dictionnaire universei du dix-neuvieme siecle ... / par Pierre Larousse. - Paris : Grd. dict. univ., 1866 - 1878. -++ Vol. 14, 68 - 70 (9 Spalten, sehr eng bedruckt, sehr ausführl. Lebensbeschreibung u. Erörterung, Lit.-Ang.) Grand Larousse encyclopedique en dix volumes. - Paris : Larousse, + Bd. 9, 513 Cl.-L. + Grande dizionario enciclopedico UTET. - Vol. 1-19 (+3). -Turin : Unione Tipograffco Editrice Torinense, 1966 - 1979. + Vol. 16, 511 (17 Z.) Grande encyclopedia portuguesa e brasileira. - Vol. 1 - 40. -~ Lissabon" ; RTo de Janeiro :~E~dTt\ Enciclopedia, 1940 - 1960 + Vol. 26, 630 (18 Z., "Supoe-se que era oriundo de Portugal.") La grande encyclopedie : inventaire raisonne des sciences, cles lettres et des~arts. - Vol. 1 - 31. - Paris : Grde. Encycl., 1886 (?) - 1901. - (Fehlen etl. Bde. in SuUB, darunter "S") La grande encyclopedie. - Vol. 1 - 20. - Paris : Larousse, 1976 (+) Stichw. "StT^GT" : oo; Index-Band., 525:"Saint-Germain (comte de) aventurier" verw. auf Pierre Harivaux, in dessen Stück "La Fausse Suivante" die typ."Abenteurergestalt d. 18. Jhs.,wie Casanova oder St.-G., auftrete. Der große Brockhaus in zwölf Bänden. - 18., völlig neu bearb. ~7TüTl. - Wiesbaden : Brockhaus, 1977 - 1981. -+ Bd. 10, S. 15 f. (Vgl. S. 5) Großes Donauland Lexikon in vier Bänden. - 2. Ausg. - Wien : Tönauland Verl.-Ges., 1969. -oo/oo Grote Winkler Prins Encyclopedie in 20 delen. - Amsterdam ; Brüssel : Elzevier, 1966 - 1975. -++ Bd. 16, 751 (17 Z., 5 x Lit.) Grote Winkler Prins Encyclopedie in 25 delen. - (8. Aufl. -ersch. 1 - 17 ; 1979 - ) entfällt zunächst, da erst - "pein" ITlustrowana encyclopedja trzaski, everta i michalskiego. -1. - 5. - Warschau : 1927 - 1928. -+ Bd. 4, 1054 (5 Z.) The Jewish Encylopedia. -Vol. 1 - 12. - New York : Ktav-Verl., o. J. oo Larousse du vingtieme siede en six volumes. - Paris : Larousse, + Bd. 6, 129 (18 Z.), o. Lit.; starke Identität mit Stichw., im "Nouveau Larousse illustre" Cl.-L. + (mit Konterfei) Larousse universei : dictionnaire encyclopedique en deux volumes. - Paris : Larousse, 1948. -+ Bd. 2, 716 (7 1/2 Z.) Cl.-L. +(5 1/2 Z.) Meyers Enzyklopädisches Lexikon in 25 Bänden. - 9., völlig neu bearb. Aufl. - MannheTm~(u.a.) : Bibliogr. Inst., (+) Stichw. "St.-G." im entsprechenden Band: oo ; im Per-sonenreg. aufgef. als "Claude-Louis" mit Verw. Art. "Lebenselixier". (Cf. Arbeit, S. 66) Meyer's grosses Konversations-Lexikon für die gebildeten Stände. R ~~ Rildburghausen, + Bd. 7, 679 (alle Angaben übernommen aus Isabelle Cooper Clakley: The comte de Saint-Germain, S. 276) Nordisk familjebok : konversationslexikon och realencyklopedi. -["Neue, rev. Aufl.). - Bd. 1 - 38. - Stockholm : N.F.-Förl., 1911 - 1926. - ++ Bd. 24, 382/83 (1/2 Sp. ; Lit: Bülau, Lang, Oettinger) Cl.-L. + (mit Porträt) Nouveau Larousse illustre : dictionnaire universel encyclopedique "Vol T\ - 7 (+ 1 Suppl.). - Paris : Larousse, ca. 1910 . + Bd. 7, 472 (ca. 25 Z.) Cl.-L. + (mit Porträt) Ottuv slovnik naucny illustrovanä encyclopaedie obecnych vedomosti. - l~T87^T^ig~:~ö"ttö~ 1888 - 1909. -+ Bd. 22, 510 (43 Z.ü) Revai nagy lexikona az ismeretek enciklopediäja. - 1 - 21. -B"üc[äpesTT~mi - 19777^ ++ Bd. 16, 476 (26 Z. ; 1 Lit.-Angabe: I.C. Oakley; hier habe ich besonders nach dem Namen Rakoszy gesucht - er taucht im Text des Artikels nicht auf). Salmonsens Konversations Leksikon. - Anden udgave. - 1.- 26. Kopenhagen : Schultz, 1915 - 1930. -++ Bd. 20, 792 (10 Z. ; St.-G. als "Josephe" ; ansonsten fast eine übers, der bespr. Brockhaus-Art. ; 1 x Lit.• Oakley) Cl.-L. + (eine ganze Seite!) er war allerdings auch Marschall in dänischen Diensten). Schweizer Lexikon in sieben Bänden. - Zürich : Encyclios-Verl 1948. -oo/oo Diccionario universal de la lengua castellana, ciencias y artes : enciclopedia de los concocimientos humanos. -(3. Aufl.) - 1. - 15. - Madrid : Biblioteca universal illustrada, 1879 - 1881. -+ Bd. 11, 734 (ca. 5 Z.) Cl.-L. + Wielka ilustrowana Encyclopedja Powszechna. - 1. - 18. -Krakau : Wydaw. - nictwo "Gutenberg11, 1929 - 1932. -+ Bd. 15, 196 (8 Z.) Winkler Prins Encyclopaedie. - Bd. 1. - 19. - Amsterdam ; Brüssel : Elzevier, 1947 - 1955. - ++ Bd. 16, 319 (30 Z. ; 5 x Lit., v. a. Langeveld, dessen Buch als "verward" = verworren bezeichnet wird. Also keine ganz subjektive Meinung.
Kommentar: Die Angabe der Zeilenzahl allein liefert natürlich keine absolute Aussage. Die Zeilen sind überall verschieden lang, und die Größe der Lettern variiert erheblich. Auch sind die Bestände von SuUB und Zentralbücherei nicht identisch mit der lexikalischen Situation schlechthin.- Ferner: wo es in einem Lande überhaupt nur eine Enzyklopädie gibt, kann natürlich eine Person auch nur ein einziges Mal Aufnahme finden. Weiterhin wird die Situation verzerrt durch den Um¬stand, daß ich bei einigen Ländern (Deutschland und Frank¬reich), mehr oder weniger durch den Zufall bedingt, auch ältere Ausgaben mit einbeziehen konnte.- Es kam mir nur darauf an, eine, wenn auch sehr grobe, Vergleichsmöglich¬keit zu schaffen, und ich will ein kleines Fazit zur "Nationenwertung" wagen. Es fällt auf den ersten Blick auf» daß das Maß des Umfangs, in dem von St.-G. Notiz genommen wird, mit dem Grade der Wirksamkeit zusammenstimmt, den er in den betreffenden Län¬dern ausgeübt hat. Also Saint-Germain doch ein französisches Phänomen, auch wenn er der Nation nicht angehört hat.- Die neun Spalten im "Grand dictionnaire universel du 19me siecle" sin weit mehr als eine bloße Lexikon-Eintragung und stellen schon eine abgeschlossene Biographie dar. Auffällig ist, daß Claude-Louis, wenn er registriert wird, (was etwas weniger häufig der Fall ist als beim Grafen) , bisweilen einen sehr viel ausführlicheren Vermerk erhält, (sicherlich weil er die offiziellere Persönlichkeit ist). Es wird auch deutlich, daß die beiden Gestalten in außer¬deutschen Ländern besser auseinandergehalten werden. Unter diesen Ländern fällt vor allem Polen auf, das allein drei Universalenzyklopädien vorzuweisen hat, die dem Grafen auch alle drei Beachtung schenken. Ersichtlich ist ferner, daß Saint-Germain eine ganz und gar europaische Erscheinung sein muß, denn von den rund zehn nord- und südamerikanischen Enzyklopädien, die ich konsultieren konnte, wird er durchweg ignoriert (mit der einen Ausnahme der "Grande encyclopedia portugesa e brasi-leira", die aber nur zur Hälfte in diese Kategorie gehört). Zum Inhaltlichen läßt sich ein fast überall auftauchendes Schema aufstellen: St.-G. = Abenteurer, Alchimist; unbe¬kannte Herkunft, vermutlich Portugal (auch Jude); Paris, Ludwig XV., Vergessenheit und Tod (1784 oder ähnlich) in Schleswig-Eckernförde. Alles wie im Brockhaus. Hat halb Europa aus ihm abgeschrieben und auf diese Weise den Ba¬zillus der Fehlinformation verbreitet? - Anhand diesem Reizworte läßt sich auch bei Sprachen, die man keinesfalls beherrscht, ausreichend der Gestus einer Eintragung fest¬stellen.-
Zu den Literaturangaben schließlich kann ich wie ähnlich im Text schon sagen: wenn J. Hoferichter als Kriterien dafür Genauigkeit, Vol 1 ständigke-it, Alter und Zugänglich¬keit nennt, so trifft in den meisten Fällen nicht einmal das letztere zu, denn davor steht der bundesrepublikanische Auswärtige Leihverkehr. - b) Biographisch-historische Lexika und Wörterbücher (hier auch Bio-Bibliographien) (Gemeint sind Bio-Bibliographien allgemeiner Art; solche zu einzelnen Personen siehe unter C c) Spezialbibliographien) Zwischen diese Sparte und die vorhergehende würden eigent¬lich gehören die Handbücher der Geschichte und allgemeine Geschichtslexika. Wie schon erwähnt, ist dort der Rahmen meist viel zu weit gefaßt, als daß ein so spezieller Gene¬ralist wie Saint-Germain Beachtung finden würde. Es wäre sinnlos, sie hier alle "genullt" aufzulisten. Einigen wenigen Geschichtslexika habe ich dennoch Obdach gewährt.-
Aa, A. J. van der: Biographisch woordenboek der Nederlanden, bevattende levensbeschrijvningen van zoodanige personen, die sich op eenigerlei wijze in ons vaderland hebben vermaard gemaakt. - Bd. 1-4. - Haarlem : Brederode, 1852 - 1874. - oo St.-G. gehörte also nicht zu den verdienstvollen Per¬sonen. Dabei hat er es ausdrücklich abgelehnt, eine seiner Erfindungen allein dem Stadtrat von Amsterdam zu vermachen, da er den Nutzen davon dem ganzen Land zukommen lassen wo!1te. Biographie universelle, ancienne et moderne: ou histoire, par ordre alphaüetTque, de la vie publique et privee de tous les hommes qui se sont fait remarquer par leurs ecrits, leurs actions, leurs talents, leurs vertus ou leurs crimes. - Ouvrage enti .erement neuf. -Vol. 1 - 52. -Paris : Michaud, 1811 - 1828. - ++ Bd. 39, 586 - 89; 5 x Lit.; ausführl. Erz., v. a. nach Gleichen und DuHausset. Cl.-L. 4 S.
Biographisches Lexikon zur Weltgeschichte / Hrsg. von Hans Herzfeld. - Frankfurt am Main : Fischer, 1970. (Identisch mit den 4 Fischer-TB-Bden. "Geschichte in ^_) oo/oo (wohl für beide Messieurs de Saint-Germain ein zu allgemeiner Rahmen) Burg-Schaumburg, Paul: Minerva-Lexikon berühmter Persön-lichkeiten aller Zeitalter. - Leipzig : Minverva-Verl., 1929 - 684 S. + S. 213 (unter iSermain), ca. 25 Z.; das Ende lautet "... Er sollte Gold machen können; doch wer kann das nicht? Er verstand, verjüngende oder gar unsterblich machende Arzneien, namentlich ein gewisses Salz zu verfertigen; so daß erdige Teile dem aus Erde gebauten Menschen ein überirdisches Los zusicherten." Cl.-L. oo Chambers biographical dictionary. / Ed. by J. 0. Thorne. -New~~ed. - Edinburgh 7~Tcm3örf~: Chambers, 1964. - 1432 S. -oo/oo Dansk biografisk leksikon. - Bd. 1 - 27. - Kopenhagen : Schultz, 1933 - oo/ Carl af Hessen-Kassel: Bd. 4, 501; ausfuhr!., St.-G. findet aber keine Erwähnung. Denina, Carlo Giovanni Maria: La Prusse litteraire. - Berlin : Röttmähn, 1790 - T791._ - oo (St.-G. hat also während seines Berliner Aufenthaltes in Berlin nichts publiziert, zumindest nicht unter "seinem" Namen.) Dictionnaire de biographie francaise. - Paris : Letouzey, 1932. - (bisher nur bis Buchst. ^G" gediehen) Dictionnaire des biographies / Ed. Pierre Grimal. - Vol. 1-2 FäTfs : P.U.F.T~1958. -oo/oo Dictionniare universel, historique, critique et biblio- graphique. - 9me e"cf. , revue, corr. et augm. - Vol. 1 - 20. ■ Paris : Marne, 1810 - 1812. - + Bd. 15, 407 (21 Z.. o. Lit.) Cl.-L.: mehr als 1 S.; bekommt als ersten Vornamen "Robert" (der sein dritter ist) Galerie historique des contemporains ou nouvelle biographie. - Paris : 1820. - —— - oo (Offiziell wird also St.-G. in dieser Epoche nicht mehr als Zeitgenosse geführtem Gegensatz zur Fama)
The general biographical dictionary : containing an historical and critical account of the lives and writings of the most eminent persons in every nations. -Vol.» 1 - 32. - New ed., rev. and enlar ged. - London : Nichols (u.a.), 1812 - 1817. - Repr. New York ; Nendeln / Liechtenst. : Anns Press ; Kraus Repr., 1965. -oo Heinzel, Erwin: Lexikon der Kulturgeschichte in Literatur, Kunst und Musik. - Wien : Hollinek, 1962. - (Forts, u. Erg. des folgenden Titels), oo Heinzel, Erwin: Lexikon historischer Ereignisse und Per¬sonen in Kunst, Literatur und Musik. - Wien : Hollinek, 1956. - Hirschling, Friedrich Carl Gottlob: Historisch-!i terarisches Handbuch berühmter und denkwürdiger Personen, welche in dem 18. Jahrhunderte gestorben sind. - Bd. 1 - 17. -Leipzig : Schwickert, 1807 - 1808. - Neudr. Graz : Äkad. Druck- und Verl.-Ges., 1972. -oo Cl.-L. +, sehr ausfuhr!.; einer der wenigen Falle, in denen der Marschall vor dem "Glücksritter"den Sieg davonträgt. Index bio-bibliographicus notorum hominum (IBM) / Hrsg. von Jean Pienre" Lobies", FräTTcois Pierre Lobies adiuvante. -Versen. Teile u. Bde., hier wichtig: Pars B: Liste der biographischen Nachschlagewerke. - Osnabrück : Biblio-Verl., 1971 -erst -B gediehen Labarre de Raillicourt, Dominique: Nouveau dictionnaire des biographies" frangafses et etrangers avec notices genealogiques et heraldiques. - 1965 (in Lieferungen, bisher ebenfalls nur bis "B") Lexikon der deutschen Geschichte : Personen, Ereignisse, Institutionen ; von der Zeitwende bis zum Ausgang des 2. Weltkriegs / Hrsg. von Gerhard Taddey. - Stuttgart : Kröner, 1977. -oo Karl von H.-K.: oo (seinem Blutsverwandten gleichen Namens, dem berüchtigten Verkäufer seiner eigenen Soldaten, sind hingegen 25 Zeilen gewidmet) JThe Mc Graw-Hill encyclopedia of world biography. -Vol. 1 - 12 ~New York (u.a.) : McGraw^Fli 11, 1973. -oo/oo Meyers großes Personen-Lexikon. - Mannheim ; Zürich : Biblio-gr. Inst. 1968. - + S. 1146 (15 Z.) fast eine Ehrenrettung der deutschen Lexikographie, aber nur fast; keine Lit.-Ang.; und woher stammt das Datum "1707" als Geburtsjahr? Dreimal darf geraten werden. Michaud, Louis Gabriel: Biographie universelle ancienne et moderne. - Nouv. ed. (2me. ed.) 1 - 45. - Paris, 1854 - 1865. - Nachdr. Graz : Akad. Druck- u. Verl.-Ges., 1966 - 1970. - Mourre, Michel: Dictionnaire encyclopedique d'histoire. -VöT. 1 - 8. - Paris : ßordas, 1978. -+ Bd. 7, 4015 (13 Z., die aber von wenig Erleuchtung zeugen) Cl.-L. Robert: etwa das Doppelte Nouyeau dictionnaire historique. - Vol. 1 - 9. - Caen : Leroi, 1/86 - 1791. -oo (auch Suppl.) Cl.-L.: 1 S. im Suppl. (als Robert) Nouvelle biographie generale depuis les temps les plus recules jusqu'ä nos jours, aves les renseignements bibliographiques et l'indication des sources a consulter. -Vol. 1 - 46. - Paris : Didot, 1855 - 1866. -++ Bd. 43, 27 - 30; Lit.: Duhausset, Grimm, Voltaire, Oettinger (mit dem falschen Titel, siehe folgende An¬gabe) Cl.-L.: 1 S. Oettinger, Edouard-Marie [richtiger: Eduard Maria': Biblio-graphie biographique universelle. - Hildesheim : Gersten¬berg. - + S. 1950; verzeichnet nur sein eigenes Opus (Vgl. Abt. Belletristik), und die "Nachrichten vom Grafen St. Germain", Frankfurt a.M., 1780; und diese zweite Angabe kann man ihm, der sogar in seinem "Roman biographique" über Saint-Germain die bibliographisch extravaganten Kenntnisse bündelweise von sich gibt, nicht verzeihen. Der volle Titel des von ihm angeführten Werkes lautet nämlich: "Nachrichten des Herrn Grafen von Saint-Germain, Minister und Staatssekretär im Kriegs-Departement, General-Lieutenant der französischen Armeen, General feidmarschall in Diensten seiner Majestät des Königs von Dänemark, Kommandeur des Elephanten-Ordens u. s. w. von ihm selbst aufgesetzt." Oettinger, Eduard Maria: Moniteur des dates : biographisch-geneaTogisch-historisches Welt-Register enthaltend die Personal-Akten der Menschheit? d. h. den Heimaths- und Geburts-Schein, den Heirathsakt und Todestag von mehr als 100 000 geschichtlichen Persönlichkeiten aller Zeiten und Nationen von Erschaffung der Welt bis auf den heutigen Tag mit zahlreich eingestuften Noten aus allen Zweigen der Curiosität. - 6 Teile in einem Band, Supp. 7 - 9. -Leipzig : Denicke, 1869. - Photomech. Nachdr. Graz : Akad. Druck- u. Verl.-Anst., 1964. - ++ Bd. 5, S. 6: "St.-Germain (Joseph, Comte de) französischer Abenteurer, geb. zu Straßburg um 1730, gest. in Schleswig im J. 1784"; Lit.-Ang.: Marquise de Crequy,(ebenfalls et¬was Fingiertes); ausführlichere Fußn. ("Eidotter ..., vgl. Anm. 124) Cl.-L. + (4 Z.)
Phillips, Lawrence Barnett: The dictionary of biographical reference. - 3rd ec. - London : Low (u.a.), 1889. - Nachdr. Graz : Akad. Druck.- u. Verl.-Ges -1038 S. + S. 821 ( 1 1/2 Z.) Cl.-L. + ( 2 ".) Schleswig-holsteinisches biographisches Lexikon. - Neu-münster : Wachholz, 1970 - 1979. -oo Karl v. H.-K.: oo! Websters biographic dictionary : a dictionary of names of noteworthy persons with pronunciation and concise biographies. - Springfield, Mass. : Merriam, 1948. -1697 S. -+ S. 1302 (7 Z.) Wurzbach, Constant von: Biographisches Lexikon des Kaiser-thurns Oesterreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. -Bd. 1 - 60. - Wien : Zamarski, 1856 - 1891. - Ein Rakoszy hat zu den denkwürdigen Personen nicht gehört.
c) Spezielle Nachschlagewerke 1*
französische Anonyma
Barbier, Antoine-Alexandre: Dictionnaire des ouvrages anonymes et pseudonymes. - 3me ed. - Vol. 1 - 4. -Paris : Daffis, 1872 - 1879. -Konsultiert in der Hoffnung, eventuell etwas über "La tres Sainte Trinosophie" zu erfahren, aber: oo! 2* Freimaurerisehe Nachschlagewerke Lennhoff, Eugen ; Posner, Oskar: Internationales Frei¬maurerlexikon. - Unveränd. Nachdr. d. Ausg. v. 1932. -München u. a. : Amalthea, Akad. Druck u. Verl.-Ges., (1966). - oo Sp. 1372/73 (gibt an, St.-G. habe Logen in Frank¬reich gegründet, die auch Frauen zuließen, dies jedoch in zweifelndem Ton; gleichermaßen wird als pure Be¬hauptung - von St.-G. - angegeben, er sei in die höheren Grade der Freimaurerei eingeweiht gewesen. Royal Masonic Cyclopaedie. - London ; New York : Mackenzie, nr~ + St.-G. von Mrs. Cooper Oakley als "sub voce" vorhanden angegeben.
3. Geographische Nachschlagewerke
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. - 1 Bd.: Schleswig-Holstein und Hamburg / Hrsg. von Olaf Klose. - 2. verb. Auf. - Stuttgart : Kröner, o. J. -(Kröners Taschenausgaben ; 271) + S. 39, StiW "Eckernförde" : Angabe, daß der Land¬graf Karl in den ehemals Otteschen Fabriken"durch den Alchimisten Graf Saint-Germain eine Lackfabrik betreiben"ließ. + S. 153, StiW "Louisenlund" : Angabe, daß der Land¬graf "alchimistische und mystische Neigungen hatte", und daß der "frz. Graf St. Germain" und der Züricher Prediger Joh. Kaspar Lavater" sich dort aufgehalten hätten. Heimatbuch des Kreises Eckernförde / Hrsg. von Karl Graucob und Detlef Thomsen. -""3. Aufl. - Bd. 2 : Geschichte und Volkskunde. - Eckernförde : Schwensen, 1972. - 381 S. + Kap. "Die Fayence-Manufaktur", dort S. 283 St.-G. erw., aber nur als Nachmieter Jessen, Willers ; Kock, Christian : Heimatbuch des Kreises Eckernförde. - 2. Aufl. - Eckernförde : Schwensen, 1928. - 610 S. + S. 366 - 372 unter Überschrift "Der Alchimist Graf Saint-Germain"; ausführl., aber mit den üblichen falschen Angaben und Fehleinschätzungen; 4 Lit.-An¬gaben. + außerdem S. 512, Art. "Das Christianspflegehaus" (das später in dem Fabrikgebäude errichtet wurde, in dem St.-G. auch v/ohnte und starb); wird an dieser Stelle nur kurz erw.
4. Musikalische Nachschlagewerke Eitner, Robert: Bibographisch-bibliographisches Quellen-Lexikon der Musiker und Musikgelehrten der christlichen Zeitrechnung bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts Bd. 1 - 10. - Leipzig : Breitkopf und Haertel, 1900 -1904. - + Bd. 4, S. 265, StiW "Giovannini" ("auch 'de Gio-vannini1") : 1 1/2 Sp., nur Musikalisches, von Gerber (s. a. S. 26) übernommenes; der Komponist müsse sich 'längere Zeit in Deutschland aufgehalten haben und der deutschen Sprache völlig mächtig gewesen sein"; er sei als Graf St.-G. in London aufgetreten. + Bd. 8, S. 386, StiW "St.-G.", Verweisung auf Giovannini.
Gerber, Ernst Ludwig: Neues historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler, welches Nachrichten von dem Leben und den Werken musikalischer Schriftsteller, berühmter Komponisten, Sänger, Meister auf Instrumenten, kunstvoller Dilettanten, Musikverleger, auch Orgel-und Instrumentenmacher, älterer und neuerer Zeit, aus allen Nationen enthält. - Teil 1 - 4. - Leipzig : Kühne!, 1812 - 1814. -(1. Ausgabe erschien 1790/91) + T. 2, 332, StiW "Giovannini" (Text s. Arbeit S. 26, folgen nur noch unwesentl. Zusätze). + T. 2, 308, StiW "Germaine (Graf von) Unter diesem Namen führt Preston im Katal. (London, 1797) ein Werk Violinsolo's zu. s. Giovannini, seinen eigentlichen Namen" Genau so! 5. Okkultistische Nachschlagewerke (in Ermangelung eines besseren Oberbegriffs) Biedermann, Hans: Handlexikon der magischen Künste von der Spätantike bis zum 19. Jahrhundert. - Vom Autor bearb. Taschenbuchausg. - München ; Zürich : Droemer Knaur. - 1976. - 374 S. + S. 279 (20 Z., 4 Lit.-Ang.); der Verfasser ist Volkskundler und Kulturhistoriker; sein Artikel ist von (Alchimisten-)Goldblitzen durchzuckt, bewegt sich aber im Ganzen doch in der üblichen Dunkelheit. Miers, Horst E.: Lexikon des Geheimwissens. - Taschenbuchausg 2. Aufl. - (München) : Goldmann, 1979. - X, 452 S.: 111. + S. 274 - 278, StiW "Meister": stellt "Rakoczy" in Rahmen und Hierarchie der theosophischen Lehre, be¬schreibt Daseinsumstände und Funktionen der einzelnen Meister. + S. 354 StiW "Saint Germain": (ca. 20 Z. u. halb¬seitiger Faksimileabdruck der Beurkundung von St.-G.'s Tod; 5 x Lit.); Art. sehr stark aus rein historischen und esoterischen Fakten gemischt, Lit.-Angaben stellen stark auf Esoterik ab. "On appelle occultes certaines sciences, non parce qu'elles ont besoin de se chacher, mais parce que la majorite des ^ hommes restent aveugles devant leur clarte particuliere... (Cerici/Ethuin: A.a.O., S. 207)
Nachträge: (Musikalische Nachschlagewerke)
Groye's dictionary of music and musicians. - Vol. 1-9 Suppl. - 5th ed. - London : ERGÄNZEN FEHLER (fst)
C. Bibliographien
a) Potenzierte und Allgemein-Bibliographien, incl. derer von Zeitschrifteninhalten (nur zusammenfassend) Potenzierte Bibliographien: Bestermann Toomey Bibliographie Index (- August 1982) Bibliographie der deutschen Bibliographien (- Jg. 1981) Bibliographische Berichte (- Jg. 1981) St.-G.: alle oo A11 gerne i nb i b 1 i o g ra ph i e n: Vorläufer der Deutschen National-Bibliographie (soweit Sacheinstieg möglich) Deutsches Bücherverzeichnis bis 1965 (Ende der 5-Jahresbände) Deutsche Bibliographie bis incl. WV vom 21. 10. 1982 Jahresverzeichnis der deutschen Hochschulschriften (incl. Titelvorläufer), bzw. DNB, Reihe C, bis Heft 3, 1982 IBZ (Dietrich'): bis 1. Hälfte 1982 IBR ( " , Rezensionen):desgl. Zum Ergebnis möchte ich nur sagen, daß die Durchforstung des gesamten "Dietrich" (IBZ und IBR) einen einzigen Titel erbracht hat, der auch noch so falsch oder ungeschickt ange¬geben ist, daß man die Suche nach ihm nur sehr schlecht wei¬ter verfolgen kann. Französische nationale Verzeichnisse von dem Zeitpunkt an, da Sacheinstieg möglich (1811): Bibliographie de La France/Lorenz/Livres de 1'Annee/Biblio bis 1979 Livres disponibles 1982 Fehlt: Biblio 1980/81
Als Pikanterie ist zu vermerken, daß im Lande der Saint-Germain-Spezialisten in Livres de 1'Annee/Biblio 1971 (S. 689) als Verfasser der 'Tres Sainte Trinosophie1-Claude Louis Comte de St.-G. angegeben wird. Bulletin signaletique: oo (entfällt auch eigentlich, da in Abt. Sciences humaines nur sehr allgemeine Geschichtstitel aufgenommen werden. Fachbibliographische Geschichte (incl. Fachzeitschriften) Die Auswahl ist hier ein wenig kunterbunt, ist aber darauf zurückzuführen, daß keins der hiesigen Institute bibliographisch in irgendeiner Form auf Frankreich spezialisiert ist, und auch darauf, daß man andere fachliche Hilfsmittel nur in sehr be¬schränktem Maße in Anspruch nehmen kann. (Die"Zeitschrift für Geschichtswissenschaft" der DDR, um nur ein Beispiel zu geben, befaßt sich kaum mit einer Gestalt wie Saint-Germain). Einige der Titel, die man als Fachbibliographien verstehen könnte, sind auch schon unter den "Speziellen Nachschlage¬werken" verzeichnet. 1) abgeschlossene: Bibliographie internationale des travaux historiques publiees dans les volumes de "Melanges" 1880 - 1939. - Paris : Colin, 1955. - Caron, Pierre ; Stein, Henri: Repertoire bibliographique de Thistoire deTrance. - T. 1 (1920/21) - 6 (1930/31). -Reimpr. Aalen : Scientia-Verl., 1972. -(Die in der SuUB befindliche Ausgabe ist ein Fehldruck, in dem etliche Seiten leer geblieben sind). Dissertations in history: an index to dissertations completed in History departments of United States and Canadian universities 1873 - 1960 / by Warren F. Kuehl. -Vol. 1 - 3. - Lexington ; Louisville : Univ. of Kentucky, Vol. 1: 1965. - Vol. 2: 1972.
History theses 1901-70 : historical research for higher degrees in the universities of the United Kingdom / compiled by P. M. Jacobs. - London : Univ. of London, 1976. - 456 S. Kuehl, Warren F.: Dissertations in history. S. unter Sachtitel. Monod, Gabriel: Bibliographie de l'histoire de France jusqu1 en" 1789. - Paris : Hachette, 1888. - 420 S. 2. laufende: Bibliographie annuelle de l'histoire de France du cinquieme siecle ä 1958 (urspr. ^1939). - Paris, Berichtszt. 1953 (1964) bis 1980 (1981). Steht mit 13 daraus gewonnenen Titeln relativ zum zeitlichen Umfang in der Ergiebigkeit an der Spitze. The Eighteenth Century : a current bibliography. - 1 (for 1975) - 4~(for 1978). - Philadelphia ; Los Angeles : American Soc. for 18th cent. Studies. - International bibliography of historical sciences. - (Parallel-Titel fn Deutsch, Franz., Ital., Span.), wechselnde Publika¬tionsorte. - Bd. 1 (1926) - 17/18 (1978/79). - (f. Bd. 15). Jahresberichte für deutsche Geschichte. - Leipzig : Koehler ; dann: Berlin (DÖRJ": Akademie-Vl. - Jg. 2. 1926 (1928) -NF 28.29 (1976/77). Koehler & Volckmar - Fachbibliographien Geschichte. - 1 (1964) -3 (1966). -eigentlich ein Grenzfall, da kein regelmäßiges Erscheinen. Historical Abstracts. - Wien : Hist. Sem.; später: Sta. Barbara, Calif. : ABC-CTO. - Vol. 1 (1955) - 33.,No. 2 (1982);als Referatebl. auch ein Grenzfall, aber wegen der geringen An¬zahl der Titel habe ich keine weiteren Unterteilungen vor¬genommen. 3- Fachzeitschriften Archiv für Kulturgeschichte. - Berlin : Teubner; später Köln ; Wien : Böhlau. - Bd. l~[T903) - 61 (1979), (1 - 26: Kraus Reprint 1965) Historische Zeitsehri ft. - jetzt München : Cotta ; Oldenbourg. Bd. 1 JJ8oTT~~2M~J1981) nur die Aufsätze überprüft, nicht die Rezensionen, da kein Reg. Revue historique. - Paris : P.U.F. - T. 203/204 (1950) - 265/266 (1981). - Im Hist. Sem. keine früheren Jg.; SuUB: oo; Zf. ohne alphab. Sachreg.
c) Spezialbibliographien
Bibliographie der freimaurerischen Literatur / hrsg. von Augi'St Wolfstieg. -"Bd. 1 - 3. - Leipzig : Hiersemann, 1923. -Erg.-Bd. hrsg. v. Bernhard Beyer. - Leipzig : Verein deutscher Freimaurer, 1926. - St.-G. viele Eintr. (absolut am meisten), aber als "Claude Louis de". Caillet, Albert Louis: Manuel bibliographique des Sciences psychiques ou occultes. - T. 1 - 3. - Paris: Dorbon, 1912. -+ T. 3, S. 454: Kurze Lebensbeschr. u. Anführen von "La Trinosophie, traite (ou plutot roman) de maconnerie hermetique dont la composition, selon l'editeur des Annales maconniques, est attribue au fameux comte de Saint-Germain". Weiterhin Verweisung auf Lamothe-Langon (als Sekundär!it.) ChiIds, James Rives: Casanoviana : an annotated world biblio-graphy of Jacques Casanova de Seingalt and of wo^ks concerning him. - Wien : Nebehay, 1956. - VIII, 396 S. Titel über St.-G. (4) ausfuhr!, komm. u. mit Biographie ver¬woben. Fesch, Paul:' Bibliographie de la Franc-Maconnerie et des societes secretes. - Brüssel : Deny, 1976. - 1460 Sp. Keine Reg.; St.-G. als Verf. oo Gra'sse, Johann Georg Theodor: Bibliotheca magica et pneumatica. - LeTpzig, 1843. - (Nachdr. 01ms, 1960). - oo Jouin, E. ; Descreux, V.: Bibliographie occultiste et maconnique. ■ ETd. 1: Jusqu'ä 1 rännee 1717. - (Wahrsch. nicht mehr ersch.) Paris: Revue intern, des societes secretes, 1930. - Katalog der Deutschen Freimaurer-Bücherei in Bayreuth. - Frankfurt "am Main r~B"aüTfutten-Vl., Kioss, Georg: Bibliographie der Freimaurerei und der mit ihr in Verbindung gesetzten geheimen Gesellschaften / System, zusammen-gest. von Georg Kloss. - Frankfurt am Main : Sauerländer, 1844. Photomech. Nachdr. Graz : Akad. Druck u. Verl.-Ges.1970. 430 S. + 1 Titel, aber ein falscher, die "Nachrichten des Grafen..." von Cl.-L. de St.-G. Lattanzi, Agostino: Bibliografia della Massoneria italiana e di CaglTostro. - Florenz : Olschki, 1974. - 455 S. Pollio, Joseph: Bibliographie anecdotique et critique des oeuvres c!e~~Jaques Casanova. - Paris : Giraud-Badin, 1926. - 231 S. -(o. Reg.) "Meyers Bücherlexikon" gibt fälschlich "Veze" als Mitverf. an. + S. 124: Komm. z. "Soliloque d'un penseur" m. Erw. St.-G. (ganzer Absatz)
Rosenthal, Jacques; Bibliotheca magica et pneumatica. -München, 1900 Taute, Reinhold: Maurerische Bücherkunde : ein Wegweiser (Türen die Lit. der Freimaurerei. - Leipzig : Findel, 1886 Nachdr. Graz : Akad. Druck u. Verl.-Ges., 1971 oo Wolfstieg, August (Hrsg.): s. Bibliogr. der freimaur. Lit. Die schon vorhandenen oder eventuell noch erscheinenden Bibliographien zu Personen des Umkreises von St.-G. (Casanova, Cagliostro, ganz zu schweigen von historischen Größen) können und könnten als versteckte Quellen ganz ergiebig sein.
D. Bibliothekskataloge _BM (ßritish Museum general catalogue of printed books) oo BN (Catalogue generale des livres imprimes de la Bibliotheque Nationale) Werke, die dem Grafen allgemein zugeschrieben werden; oo in Frage kämen u. U. noch: Saint-Germain, Comte de (Pseud.): Le veritable oracle du destin, suivi de consultations particulie>es etablis d'apres la science des nombres, par le Cte de Saint-Germain ... Paris : Guyot, 1896 (BN 160, 172); oder: Saint-Germain, _J. La conservation de l'homme puisee dans la science hermetique ... par le Chevalier _J. de St. G. -Paris, 1847. - CBN 160, 720) NUC (National Union catalogue) Vol. 514: (Saint-Germain) a) Verweisung Giovannini b) 3 Ausg. von "The most holy Trinosophie" (s. E: Werke St.-G. Vol. 201 (Giovannini): a) L'incostanza delusa ... b) Six sonatas for two violins ... c) (G. als "supposed composer") Willst Du dein Herz mir schenken ... SuUB (Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, auch "Stabi") a) Saint-Germain (Kopf) Der Graf Claude Louis von Saint-Germain ... G.B. Volz b) Saint-Germain, Claude-Louis Cte de (Kopf) s. Saint-Germain, Der Graf von 1923 c) Saint Germain, Ct. Pseud. s. Giovannini d) Giovannini The favourite Songs in the opera call'd L' Inconstanza delusa (Ausz.), (Comp. by Count St. GermäTn, d. V. Giovannini Werke Saint-Germains
Ich lasse, hier die Unterscheidung zwischen Saint-Germain und Giovannini fortfallen. In der ersten Abteilung führe ich nur die Werke auf, die a) in Bibliographien, b) in Bibliothekskatalogen verzeichnet sind oder, wie im Falle der "Musique raisonnee", von einem Bio¬graphen so spezifiziert angegeben, daß der Titel wiederzuerkennen ist und ggf. weiter ermittelt werden kann. Die zweite Abteilung ist ein Verzeichnis der musikalischen Werke St.-G.'s, kollagiert und kopiert aus dem entspr. Artikel in MGG, Bd. 5, Sp. 156/157. Hier stehen nur technische Daten. Zum Inhaltlichen und zu aufge¬worfenen Fragen siehe laufenden Test und Anmerkungen sowie v. a. Kap. III E Schriften und Werke St.-G.'s. Verzeichnet sind auch zugeschriebene Werke. 1. L1Incostanza delusa : suite from the opera by le comte de St. Germain. Transcribed for piano by Rudolph Gruen, op. 49.-58 S. - 29 cm The favourite songs in the opera call'd L1Incostanza delusa Ausz. Comp. by Count St. Germain, d. i. Giovannini,and Guiseppe Fernando Brivio. - London : Walsh, 1745. - 20 S. Musique raisonnee, selon le bon sens, aux dames anglaises qui aiment le vrai gout en cet art. - (Nicht publ., Manuskr. seiner¬zeit Schloß Raudnitz/Böhmen, cf. Art. Becker) Six sonatas for two violins with a bass for the harpsichord or violön-cello compos'd by M. de St. Germain. - London : Walsh, (1755?). - 3 pts. - 31 cm. Sonnet sur ja creation. - In: Poemes philosphiques sur l'homme. -Paris : Mercier, 1795. - (Zuschreibung) La Trinosophie. - In: Annales maconniques. - Ed. Caillot. - 5 (1808). (Zuschreibung); auch unter anderen Titeln: La Tres Sainte Trinosophie. - Precede d'une enqu£te bibliographiquc et historiqüe de Rene Älleau. - Paris : Denoel, 1971. - The most holy Trinosophie. - A parallel French and English text; with introductory material and commentary by Manly Hall, ill. with the figures from the orig. manuscr. in the Bibliotheque de Troyes. - Los Angeles, Calif. : Phoenix Pr., 1933. - 116 S. 111. 2nd ed. - Los Angeles ; Phoenix Pr., 1936, - 149 S,: 111. 3rd ed. - Los Angeles : Philosophers Pr., 1949. - o. Sei-tenang. Le veritable oracle du destin : suivi de consultations particulieres; etablies d'apres la science des nombres / par le Cte de Saint-Germain. - Paris : Guyot, 1986. - (Das St.-G von Mme Blavatsky zugeschriebene Werk?) Willst du dein Herz mir schenken. : ein Lied aus d. Notenbüch-lein der Anna Magdalena Bach. - Geschr. v. Alfred Cassebaum. Bielefeld : Dt. Heimatverl., 1950. - (So in NUC 201) 2. Collagierte Liste der Kompositionen Saint-Germains (aus Art. "Giovannini \ MGG, Bd. 5, 156 - 57)
Komposition«»»: Aria di (,'orannini (sie) „ft'iltut du tfrin Herz mir schenken" Im KL-Huehleln der Anna Magdalena Itach, 1725; Sin. verschiede¬ner u. auserlesener Odrn, zu welchen v. den hertthnijeste,» Mii-stern in der Music eiyt ne MeUxleyen verfertigt worden, ln-spr. v. J. T. Uraofe. Halle 1737 bis 174.'), darin unter dem Na¬men de (Jlovanuinl Itn Tl. III, Nr. 7 ,.H eirht ihr traurifien dedanken", Nr. ]K ,,II olltr ne nur, wie sie sollte", Nr. 1U „Hott der Traume, Freund der Sacht", Nr. 22 „Ach mein Schick/tat laß mich wissen", Nr. 31 ..Wohl dt tu, der writ von hohen Dingen", Nr. 3(5 ,,'/.u dein und meiner Luit", Tl. IV. Nr. 34 ..Alles, alle» Mr irh an"; „Joee, irhen he mw my Fanny'* Face" In (itMitk'men'fl MhpiizIiic XVIH. 37'2 (Lon¬don 1718): Jientle lore thi* Hour befriend me" (A. Hill). a new xong fiet to mimic in V e Scots Uuttf. Kinzrlrirtirki* (I74."i) n. (1700); ..The Maid that's mwlc for Ia>i-c und int" fn Lon¬don Magazino 1717, 40, l'nivrrsal Magazine (London 174!M. IV, Hl, Chloe or the Masionl MaKazln<> (17IH) !), Nr 9'2, Cll«> and Kutorpc or Mrltlnh llarmony 1, Ldiulun 1772. 79; ..O wouldnt thou know what sacred C'harmn" (W. Niinillton). Kin-zeldrurk (London 174.5); ,,() wotildst thou know what kind of Charm" in (JciitU-moirs MaRazIiu1 XVII (London 17 47). 4 11; „The nelf baninhed" (K. Waller), KlnzclilriKkc (London 1755 und 1760 f); Mnjiii/ue rainonnec nclon It hon sens au.r damcH rtnataUtea i/ui aiiuenl le rrai yout en cd art (Ital. Lieder m. Onli.-KeKl.). London (1700), I. Walin: The Farmintr Nonii* in the O/irra crtll'd „l/incoiiktanzu dihmn", ehda. (17 J5), enthalt «Ho Alien v. St. Uernialn 11. <J. K. Hrlxio. darin „Per inetd hiW Idol mio"; „Senzn i>i<tn ini Cndi": ..IHyli ch'e im infedele"; The nnmnirr.1 Ttih . A nnt.iical com-idy. The muiir tiy AM, Arne, ('. Sf. (lirmain. ffnsm (I7(>."i). daiin eine All«1; Si ren Solos for a l'iolm. I'iIiiümI for .1. Johnson, London (I70IM; Si r Snnalan for tiro fiolinn uitli a IUihk for the Har/ixirfiord or I iolonnlle (M.>, Lon¬don (1750). I.WaMi. — l'nter dem Namen ..MoiihUmii-de St. (iennaln" finden il< h in Heruiil d'itir.i seriiiix et ») hoirr. Hü(7, Mallaid. folRende KotnpoH.: ...I i miihli objtf il'uni- fltiiiti hinoi < nie", air pout Madame la IhielieMsr de ItoiiiKoKne. „Jnniait Ini ne nie /»iromt #i lulh", chan«. n ImiIi e. ,..///' i/ii'H i «t li'tt In n r d'rtre ahm nt", air sei ieil.x, ., l'tir- tmit tu) i'limi'ne", «•haiiHonetto; in Ktu-ut.il tl'uirtt »erieu r et n Innre. 17011, Ilallaid: ,,.\c nie rr/irta/ttc /mint", an neilrtix. De ix. ICtmip. dfirfto auch der Mllarli. an dtiu l'untlinio ThomiriH wlu (\url. Lit. Kuller Maitlund )
Komponitlonen: Aria di ffovannini («Ir) „Willst du dein Herz mir schenken" Im Kl.-liüehlein der Anna Magdalena Itaeh, 172a; Slg. verschiede¬ner ♦/. auserlesener Oden, zu welchen t\ den berühmtesten Mth stern in der Music eigene McUxlcye.n verfertiget worden, hrsg. v. J. T. Uraefe, Halle 1737 bis 1743, darin unter dem Na¬men de (ilovaniiini Im Tl. III, Nr, 7 „II eicht ihr traurigen Gedanken", Nr. 1K „Hallte sie nur, wie sie sollte'*, Nr. 19 „Gott der Traume, Freund der Sarht", Nr. 22 „Ach mein Schicksal laß mich wissen", Nr, 31 ..IVohl dem. der weit von hohen Dingen", Nr. »ß „Zu dein und meiner LusV\ Tl. IV. Nr. 34 „Alles, alles hör ich an"; „Jove, when he saw my Fanny** Face" \n (ientlemeifg Magazine XVIII. 372 (Lon¬don 1748); Jientle love this Hour befriend me" (A. Hill). a new song sef to music in >> Scots taste. Klnzeldrurkn (I 74;1) ii. (1700); „The Maid thal's nuulc for lA>ec und mc" \n Lon¬don Magazine 1747, 46, lrnlver8al Magazine (London 1749). IV, Hl, Chloc or the Miwlral Magazine (17«0 M, Nr. 1)2, (f||o and Kuterpe or Itritinh Harmony lt London 17 72, 79; ..O wouldst thou know what sacred Charms" (\\\ Hamllton). Kin-zeldruek (London 1745); „() wouldst thou know what kind of Charm" in (lentlemeifH Magazine XVII (London 17 4 7). 411; „The seif banished" (K. Waller), Klnzeldnieko (London 1755 und 1760?); MuMiiue raisonnee sclon le bon sens au.r damcH anglauHcs ijui aimenl le vrai gouf en cet ari (Ittil. Lieder rn. Oreh.-Itegl.K Lonilon (176ü)f I. \Val«h: The Favourite Songs in the Opera caWd „L*inco\t\lanza delusa", ebda. (17 15), enthalt die Arien v. Ht. UerniaJn u. U. V. Hrlvio. darin „Per pietü bell Idol mio"; „Nenza /uVM mi Crcdi": „Diyli ch*e un infcdelc"; The snmmcrx Tale. A musical cnm-edy. The muxir by Abel, Arne. (\ St. (Urmnin. Ifas** (1765). darin eine? Arie; Seven Solos for a Violin. Printe«! for J. «lohnson« London (1 7UII); Sir Nonatas for tu%n l'iolins irifh n Hast* for the llarpsiehord or Violonccllc (St.), Lon¬don (1750). I, Walsh. — Tnter dem Namen „Monsieur de St. (jermalfr1 fliulen si<h in Itecueil d'airs sericur et <) Innre. 1697, Hnllünl, folgende Koinpos.: ..Aimublc objet <Tune fhimr innwente". air ponr Madame Im Ihirlies.se de HfHirgogne. „Jonmis Iris ne me fxtroist si belle**, ehnns. a holret „Ah! <tn'ilrst fachrur d'rtre abstnt". uir .serlenx, .,/V/r- tuut oi> Climtnc", rhannonetto; in Itoucil d'uin* serieur et a boire, 17011, linllurd: „Sc me rci>rocft<z />oint'\ air nerlenx. Dein. Ivomp. iliirftc anrh der Milarh. an drin l'uhtirc Thomirin nrin (vgl. Llt. Knllrr-Maitland.)
Quellen und Zeugnisse
Hierzu gehört alles Zeitgenössische aus der Epoche Saint-Germains und nachfolgenden Jahrzehnten. Mit Bedacht einbezogen habe ich nicht nur zweifelhafte Zeugnisse, sondern auch Mate¬rial, von dem feststeht, daß es unecht ist, aus dem Grunde, da ständig mit ihm weitergearbeitet wird. In den Kommentaren habe ich es ausreichend gekennzeichnet. In einigen Fällen (z. B. Franz Gräffer) wird der Zeitraum auch weit überschritten, sofern die Berichterstatter einer Begebenheit subjektiv der Meinung waren, es noch mit dem historischen Saint-Germain zu tun zu haben - wie mysteriös die Begebenheiten auch immer waren. Ich bin der Ansicht, man kann diese "Augenzeugenberichte" trotz allem immer noch gegen die Wiederauferstehungserscheinun-gen Saint-Germains in unserem Jahrhundert abgrenzen. - Nicht ausgeschlossen habe ich ebenfalls Werke wie die des Abbe Raynal, die unter Umtänden - gewisse Identitätswechsel vorausgesetzt -mit unserem Helden zu tun haben könnten. An dieser Stelle möchte ich anmerken, daß es möglicherweise noch Dutzende unbekannter oder unveröffentlichter Erinnerungen, Briefwechsel, Tagebücher etc. gibt, in denen etwas über St.-G. zu finden sein könnte. - Zum Teil habe ich hier auch bibliographisch Unvollständiges übernommen - mit dem Ziel, einem eventuell interessierten Leser schneller weiterzuhelfen (oder auch nur, um es an dieser Stelle festzuhalten). In jedem Falle habe ich diese Titel dann aus¬reichend gekennzeichnet, bzw. annotiert. "?" vor einem Titel bedeutet, daß die Angaben dazu in irgend¬einer Weise fraglich sind; sei es, die Daten betreffend, sei es, ob der betreffende Titel überhaupt in diese Kategorie ge¬hört. "+" vor dem Titel heißt im Gegenteil dazu Sichtung durch Autopsie. – Zeitschriften- oder gar Zeitungsaufsätze habe ich nur über¬nommen, wenn sie einen Verfasser trugen. Isabelle Cooper Oakley beispielsweise zitiert eine Fülle von solchen, oft sogar mit sehr genauem Datum, unterschlägt aber fast immer den Schreiber. (Die letzten vier Absätze über technische Details gelten auch für alles Folgende). Ursprünglich hatte ich die Absicht gehabt, diesen und die nachfolgenden Abschnitte der Bibliographie chronologisch an¬zuordnen, um einen Eindruck zu vermitteln, wie sich Berichter¬stattung und Geschichtsschreibung um St.-G. entwickelt haben. Ich mußte aber davon Abstand nehmen, da in der mir zur Ver¬fügung stehenden Zeit bei weitem kein überblick über die Ab¬folge von Erstausgaben, Auflagen, Übersetzungen und so weiter zu gewinnen war. Manchmal habe ich die erste Auflage einer Schrift gar nicht ermitteln können. –
Adhemar, Comtesse de: s. Lamothe-Langon Ansbach, Elisabeth (Markgräfin) von: s. Craven, Elizabeth +? Barbe-Marbois, Francois: Briefe der Marquise von Pompadour. -~~"YörwT, Einl. u. Lebensbeschr. hrsg. von Henry Perl. -Leipzig : 1907. - 280 S. - (übers, d. folgenden Titels) St.-G.: oo (o. Reg., kein Br. a. St.-G., auch Inhalt = oo) weiteren Kommentar s. folgenden Titel. ' Barbe-Marbois, Francois: Lettres de Mme. la Marquise de Pompadour. - 2. Ausg.: London 1772 u. London 1774. -Das Fragezeichen ist hier noch zu wenig, diese Briefaus¬gaben der Mme. de P. sind mit ziemlicher Sicherheit von B.-M. selbst und nicht von Mme. de P. geschrieben worden. ? Barruel, (Abbe) Augustin: Memoires sur l'histoire du Jäcöbinisme. - Paris, 1797. - Dt. Ausg. Bd. 1 - 4. -Hamburg, 1798. - B. redet, ohne es zu wissen, wieder; von einem anderen St.-G.: es handelt sich hier "(TäüT'Maurice Heim: A.a.O., S. 113) um einen Robert-Francois Quesnay de Saint-Germain, später Angehöriger der Legislative). Belle-Isle, Marschall von: s. Fouquet s. ~Broglie
Björnstahl, Jacob Jonas: Briefe aus seinen ausländischen Pilsen in Frankreich, Italien usw. - Bd. 1 - 6. -Stralsund ; (Rostock), 1777 - 1784. - + gibt Schilderungen von St.-G., einen nicht; zu bestimmenden Prozentsatz davon aber offenbar nur vom Hörensagen (das gilt für sehr viele Berichte!) + Bobe, Louis (Hrsg.): Efterladte papirer fra den Reventlowske familiekreds i tidsrummet 1770 - 1827 : meddelser af arkiverne paa Pederstrup og Brahe-Trolleborg / Udgivne pa ... Louis Bobe. - Bd. 1 - 10. - Kopenhagen : Lehman & Stages, 1895 - 1931. - + St.-G.: Bd. 8, 42, Anm. 600, Br. des Grafen Bernstorff, aus d. J. 1779, der St.-G. in Paris kennengelernt hatte und begeistert von ihm gewesen war; wie etliche seiner Zeitge¬nossen war ihm dann die anfängliche Begeisterung aber nicht mehr geheuer und er wandte sich gegen eine Einladung St.-G.'s nach Kopenhagen. + Bd. 6, 600, Anm. 156: auf S. 57 zitierter Brief des Grafen Warnstedt. + Bd. 7, 195: Autobiogr. Aufz. des Grafen D'Angivillier. Im Register zu Bobes Ausg. hat St.-G. übrigens noch einen weiteren Vornamen bekommen: er heißt dort Joseph Marie und ist geboren 1692 (?) Boutaric, Edgard: s. Louis XV. ? Brenner, (Abbe): Histoire des revolutions de Hongrie. - ? ~TJd~e. - den Haag, 1739. - In Bden. 5 und 6 sind angebliche Memoiren u. Schriften von Franz Rakoszy enthalten. Broglie, Francois Marie de: Campagne des messieurs les marechaux deBVoglie et de Belle-Isle ... contenant les lettres de ces marechaux. Vol. 1 - 8. - Amsterdam, 1772. -(?; lt. I. Tetzlaff + in "Briefwechsel" des Marschalls von Belle-Isle). + _Ca_sanova (de Seingalt), Giacomo: Memoires. - Div. Ausg.; hier zTt. : Memoiren. - Bd. 1 - 4. - Ausgew, und eingel. v. Ernesto Grassi Hamburg : Rowohlt, 1958 - 1960. - (Rowohlts Klassiker der Literatur und Wissenschaft ; zitierter Bd. 2 : 51/52. + Casanova (de Seingalt), Giacomo: Soliloque d'un penseur / Jaques Casanova. - In: Pages casanoviennes 7, Paris : Fort, 1926. - S. 4 - 51 (+ Anm.) - (Originalausg. Prag : Schön¬feld, 1786.) + Ein Pamphlet versus Cagliostro, gegen den Casanova sich als Biedermann absetzen will. Gerichtet ist die Schrift als eine Art indirekten Empfehlungsschreibens in eigener Sache an Kaiser Joseph II. - St.-G. bekommt ein paar Seitenhiebe mit ab, es wird aber selbst hier deutlich, daß C. ihm gegenüber Respekt empfindet. +? Challice, Annie Emma: The secret history of the court of France under Louis XV. / Ed. from rare and unpubl. documents by Dr. Challice. -Vol. 1 - 2. - London : Hurst and Blackett, 1861. - Bd. 1: 327, 40 S. - Bd. 2: VIII, 332, 140 S. + an verschiedenen Stellen; lt. Chacornac wieder Verwechse¬lung mit Cl.-L., ich habe mich aber davon überzeugt, daß auch von unserem St.-G. die Rede ist; die Fakten gehen in¬einander über. + Charles de Hesse: s. Karl von Hessen-Kassel l Etienne Francois de: Memoires de M. le duc de CHblseul ecrits par lui-meme. - Chanteloup : Paris : 1790. -311 S. (Neuausg. : Paris 1904). ? enthalten möglicherweise Bemerkungen über St.-G. Clairon, Hyppolite: s. Legris de la Tude, Ciaire ? Cousin de Courchamps, Maurice: Souvenirs de la marquise de Cr£qui. Diverse Frz. u. dt. Ausg., auch hier ist das Frage¬zeichen schon ein unnötiges Zugeständnis - diese Souvenirs sind nach einhelliger Meinung eindeutig fingiert und von dem Vielschreiber und Fälscher (lt. Maurice Heim) Maurice Cousin verfaßt, der sich das Pseudonym eines Grafen de Courchamps zugelegt hatte. Er schrieb sogar den Inhalt des 13. Tages aus dem Roman Potockis (s.d.) wörtlich ab und fügte sie in diese "Erinnerungen" ein. Es gab einen Prozeß, den er verlor. + Crayen, Elizabeth (Baroness), Markgräfin von Ansbach: Memoires of the Markgravine of Anspach written by herseif. -Vol. 1 - 2. - London : Colburn, 1826. - Bd. 1: VIII, 430 S.; Bd. 2: VII, 406 S. - E. C, die der Markgraf Karl Alexander in zweiter Ehe heiratete, kam erst an seinen Hof, als St.-G. diesen schon längst wieder verlassen hatte. Sie erwähnt ihn auch nur (Bd. 2, 27) beiläufig in einem all¬gemein gehaltenen Kapitel über "Thaumaturgen". ? Crequi, Marquise de: s. Cousin de Courchamps, Maurice. Curiositäten der physisch-, literarisch-, artistisch-, historischen Vor- TTncTMi twe 11, zur angenehmen Unterhaltung für gebildete Leser. - (Versch. Hefte).- Hrsg. von Chr. Aug. Vulpius. -Weimar, 1811 -1823. - + Bd. 8 (1820), S. 279 ff. (lt. Wolfstieg; nach anderen schon frühere Hefte). Diderot, Denis: Oeuvres completes (Div. Aus.) + Für Diderot gilt, was für alle berühmteren Zeitgenossen St.-G.'s zu sagen ist, die ihm Bemerkungen oder mehr ge¬widmet haben (Casanova, Friedrich II., Grimm, Montesquieu, Voltaire):' die Fundorte der zitierten Stellen sind sehr häufig nicht korrekt angegeben oder ganz weggelassen, und die angegebenen Ausgaben haben mir ausnahmslos nicht zur Verfügung gestanden. - Den Versuch hingegen, die Zitate in den in Hamburg erreichbaren Editionen zu verifizieren, habe ich sehr bald aufgegeben wegen der zum Teil gewaltigen Bandzahlen und da vielfach Register ganz fehlen, vor allem bei älteren Ausgaben. - Ich selbst hätte auch gern direkt bei Diderot nachgelesen, was er über St.-G. zu sagen hatte. - ? Duclos, Charles Pinot: Memoires secrets sur le regne de Louis XTV", la Regence et le regne de Louis XV. - Vol. L und 2. -Paris : Buisson, 1791. - Spätere Ausg. Paris : Gay, 1864. -(mit Index!) Mir ist nicht deutlich geworden, wieweit diese Memoiren Nachrichten über St.-G. enthalten. Ducrest, Felicite: s. Saint Aubin, Felicite de + Dufort, J. N. (Comte) de Cheverny: Memoires sur les regnes ~d~e~Louis XV. et Louis XVI. et sur la revolution. -Vol. 1 - 2. - Paris : Plon, 1886. -+ Bd. 2, 56: 2 Absätze über St.-G., 'rose-croix, Juif errant'; er sei gewesen ''d'une figure tres-commune, mais fort spirituel " und hätte stets 'irgendetwas zu vermuten gegeben oder vermuten lassen ' - Viel ausgiebiger aber ist in diesem Werk von einem Marquis de Saint-Germain die Rede, seines Zeichens Botschafter von Sardinien. + Duhausset-Desmaines, (Mme.): Memoires de Madame Du Hausset, femme de chambre de Madame de Pompadour; avec des notes et des eclaircissements historiques. - Paris : Baudouin, 1824. VI, XXXVIII, 313 S. - (Collection des memoires relatifs ä la revolution francaise) + S. 148 - 152, 179 / 180, 186 - 195; Diese Memoiren sind ausnahmsweise in allem echt, was St.-G. betrifft; Mme. D. hat ihn des öfteren aus nächster Nähe gesehen; was die Glaubwürdigkeit betrifft, s. unseren Text. ? Dutens, Louis: Lebensbeschreibung oder Memoiren eines Gereiseten, cleT ausruht. / Aus d. Franz. v. Johann Friedrich von Meyer. -Bd. 1.2, - Amsterdam, 1807 - 1808. - (Frz. Originalausg.: Memoires d'un voyageur qui se repose). (Zu diesem Titel vgl. Text S. 63 / 64). ? Falques, Marianne Agnes: Die Geschichte der Marquisin von Pompadour. Aus d. Engl. (Th. 1.2) (nebst Nachrichten). -London (vielmehr : Göttingen), 1759 - 1760. - höchstwahr¬scheinlich apokryph. ? Fouquet, Charles Louis Auguste de, Duc de Belle-Isle: Denk- würdiges Leben und Taten des Marschalls Herrn C. s. L. A. F. s. v. Belleisle. - Bremen, 1743. - Belle-Isle, der St.-G. "le fils de mes vieux jours" nannte > (Heim, S. 115) mag in diesen Erinnerungen etwas über ihn hinterlassen haben.
Fouquet, Charles Louis Auguste de, Duc de Belle-Isle: Lettres de M. le Marechal Duc de Belle-Isle ä M. le Marechal de Contades. - Paris, 1759. I. Tetzlaff spricht davon, daß in einem "Briefwechsel" des Marschalls etwas über St.-G. zu finden sei; ich weiß aber nicht, ob diese Ausgabe gemeint ist. (Vgl. Broglie) Friedrich II. von Preußen: Die Briefe Friedrichs des Großen an seinen vormaligen Kammerdiener Fredersdorf / Hrsg. von J. Richter. - Berlin, 1926. - Lt. A. von Lernet-Holenia ist in diesem Briefband von "dem Menschen" (= St.-G.) die Rede. ? Friedrich II. von Preußen: Correspondance de Frederic II. avec le Comte Algarotti / Hrsg. v. (Heinrich) Menü von Minutoli. - Berlin, 1837. - (Ang. nach I. C. Oakley). Möglicherweise ruhen hierin die Aufschlüsse, die mir ver¬borgen geblieben sind. Friedrich II. von Preußen: Politische Korrespondenz. - Mehrere Ausg.: Berlin 1850 - 1860 und Berlin 1879 ff. Beide vielbändig. Es sollen mehrere Stellen über St.-G. enthalten sein. Friedrich II. von Preußen: Oeuvres completes de Frederic II. -Berlin, 1790. - Darin: Histoire de mon temps. + In der Nachrede zu der "Histoire ... " soll definitiv eine Bemerkung über St.-G. enthalten sein (Oakley). Friedrich II. von Preußen: Oeuvres posthumes de Frederic II. roi de Prusse. - Berlin, 1788. - Darin: De 1'hiver de 1759 ä 1760. -+ Es gilt das gleiche wie für den vorhergehenden Titel. Viel¬leicht ist zu Friedrich II. ganz allgemein die Nachbemerkung erlaubt, daß er für einen Menschen wie St.-G. doch etwas zu kleinlich war. Gemmingen-Guttenberg, Reinhard von: Curiositäten der Vor- und Mitwelt. - Weimar, 1820. - + Kap. 8, 279 ff. : schildert St.-G.'s Auftreten in Ansbach: lt. Chacornac Verwechslung mit Cl.-L., offenbar ist aber hier Ch. zumindest teilweise im Irrtum. + Geniis, Stephanie-Felicite de: Memoires inedits de Mme. la Comtesse de Genlis sur le XVIIle siecle et la Revolution francaise, de 1756 ä nos jours. - Vol. 1 - 10. - Brüssel : de Mat/1825. - + Bd. 1, 100 - 107: sehr aufschlußreich, einer der wenigen echten Augenzeugenberichte. Mme. de G. hat St.-G. ein halbes Jahr lang fast täglich gesehen, und es spricht viel¬leicht für einen unverstellten Blick und eine gerechte, durch kein Gesellschaftsgemauschel beeinträchtigte Beur¬teilung, daß sie zu der Zeit noch ein Kind war (kein allzu kleines, ca. 13 - 14 Jahre alt). Von Gleichens Opus sagt sie, alle Anekdoten seien falsch und von jemand erzählt, der St.-G. nie gekannt habe. Gleichen, Karl Heinrich von: Denkwürdigkeiten des Barons Carl Heinrich von Gleichen - Leipzig : Hirschfeld, 1847. -+ Übersetzung des folgenden Titels (s. d.) + Gleichen, Karl Heinrich von: Souvenirs / de Charles-Henri Baron de Gleichen precedes d'une notice par Paul Grimblot. -Paris : Techener, 1868. - XLVIII, 227 S. + S. 120 - 134 eigenes Kap. (XI) für St.-G., in meinem Text schon ausreichend besprochen; auf Gl. fußen wahr¬scheinlich die allermeisten Nachfolger und Sekundär¬literaten, mehr als auf den entspr. Werken von Geniis und Duhausset, vermutlich weil bei den beiden Frauen die Histörchen fehlen oder sehr stark relativiert werden. Alles in allem läßt sich sagen, daß Gleichen trotz aller Anhängerschaft St.-G. wohl nicht ganz begriffen hat. ? Gräffer, Franz: Kleine Wiener Memoiren. - Wien, 1845. - + Fast überall kolportierte Geschichte - als E r i n n e -r u n g wiedergegeben -, in der St.-G. auf mysteriöse Weise im Wien des 19. Jahrhunderts dem Verfasser begegnet und genauso wieder verschwindet, nicht ohne darauf hinge¬wiesen zu haben, daß er sich für einige Zeit in den Himalaya zurückziehen wolle, um auszuruhen, und Ende des Jahrhunderts wiederkehren werde (Ursprung der Lehre der Theosophen?). Grimm, Friedrich (Melchior (Baron von): Correspondance litteraire, philosophique et critique ... (mit verschiedenen Folgevarianten, teilweise Diderot als zweitem Verfasser; siehe hierzu all gem. Bemerkungen bei diesem). Grosley, Pierre-Jean: Memoires sur les campagnes d'Italie. -Amsterdam, 1777. -+ lt. Andrew Lang definitiv. Grosley, Pierre-Jean: Oeuvres inedites. - Vol. 1 - 3. - Paris, TST2 - 1813. -+ lt. Oakley definitiv. Gros 1ey, Pierre-Jean: Voyage en Hollande, - Paris : Patris, 1833. -+~Tt. Heim u. Chacornac (nach ihm S. 333). Zu allen drei Titeln: Grosley ist St.-G. begegnet; es wird aber im einzelnen offenbar nicht klar, welcher Anteil seiner Mitteilungen auf Hörensagen beruht. Gugitz, Gustav (Hrsg.): s. Casanova und Graf _Lamberg. - ? Hardenbroek, Gijsbert Jan van: Gedenkschriften. - + authentischer Bericht aus der Zeit, da St.-G. Herr auf Ubbergen war; ich habe aber keine genaueren bibliographischen Angaben gefunden. ? Hoffmann, Leopold Alois: Actenmäßige Darstellung der deutschen "TJmon. - Wien, 1796. - Zit. bei E. E. Eckert, könnte u. U. Aufschlüsse über St.-G.'s Zugehörigkeit zur Freimaurerei geben. r i + Karl von Hessen-Kassel, (Landgraf): Denkwürdigkeiten des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel : von ihm selbst diktiert. - Aus d. Franz., als Manusk. gedr. Original übers. - M. e. Ein!, von K.' Bernhardi. - Kassel : Frey¬schmidt, 1866. - 164 S. + S. 142 - 147. Unter den zeitgenössischen Berichten die inhaltsreichsten Seiten; Karls Zeugnisse sind umso höher zu bewerten, als er ein eher trockener Typ war und beispielsweise aus einem halbjährigen Beisammensein mit Friedrich dem Großen, den er auf einem Feldzug begleitete, fast nichts an Erkenntnissen und schriftstellerischen Beschreibungen herausholt. + Karl von Hessen-Kassel, (Landgraf): Memoires de mon temps / dictes par S. A. le Landgrave Charles, Prince de Hesse. -Imprim es comme manuscrit. - Kopenhagen : Schultz, 1861. -149 S." + (Kommentar s. übers.; in den seltenen Fällen, in denen dt. übers, von frz. Originalen vorhanden sind und für mich zum Zeitpunkt der Niederschrift greifbar waren, habe ich diese zitiert. ?+ Lamberg, Maximilian (Joseph Graf von): Casanova und Graf Lamberg : unveröff. Briefe des Grafen Max Lamberg an Casanova aus dem Schloßarchiv in Dux / hrsg. von Gustav Gugitz. - Wien (u.a.) : ßernina-Verl., 1935. - 330 S.: 111. + versch. Stellen (Kommentar s. u. und auch im Text); L. spricht in diesem Titel hier definitiv von einem Brief St.-G.'s. an Casanova vom 20. Okt. 1786 (!) ?+ Lamberg, Maximilian (Joseph Graf von): Memorial d'un mondain. -Nouv. ed. rev., corr. et augm. - London : (o.V.), 1776. -2 Bde. in einem: XXXII, 206; 227 S. - (1. Aufl. ersch. 1774 Cap Corse). - Titels, selbst ohne Verfasserang., Vorw. unterz. m. "Max Comte de Lamberg"; vorangest.: "Epitre dedicatoire" an den König von Preußen. + S. 117 - 127 (Komm. s. u. und Text). ? Lamberg, Maximilian (Joseph Graf von): Tablettes historiques. -Dessau, 1782. - + lt. Gustav Gugitz, dem Herausgeber der Briefe L.'s an Casanova (die Texte L.'s sind aber offenbar alle mit Vorsicht zu behandeln). ?+ Lamberg, Maximilian (Joseph Graf von): Tagebuch eines Welt-manns. - übers, von Heinrich Leopold Wagner. - 2 Stücke (i. e. Bd.). -Frankfurt a. Main : Eichenberg, 1775. -120, 126 S. + 2 St., 13 - 23. Kommentar zu Lamberg: er war ein Freund von Casanova, großer Reisender und~viels"e~Ttig interessiert; gereizt haben ihn aber, trotz seiner aufklärerischen Grundhaltung>vor allem (merkwürdige) Erfindungen, Seltsamkeiten und Abnormitäten. Ob er nun St.-G. persönlich gekannt hat oder nicht, er sah in ihm mehr eine Art Sehenswürdigkeit. Mit dem Aus¬druckt! unkerer" tut man ihm vielleicht unrecht, aber er war
eine Plaudertasche, die Histörchen liebte und vor allem Pointen. Man muß dies im Auge haben, denn auf ihn geht fast genauso viel zurück wie auf Gleichen. » ? Lamothe-Langon, Etienne (Baron) de: Memoires tires des archives, de la Police de Paris par Jaques Peuchet. -Paris, 1838. - +? (Dieser höhere Polizeibeamte Peuchet, den L.-L. als Urheber angibt, ist niemand anders als er selber, obwohl sein eigener Name in dem Titel nirgends auftaucht; weiterer Kommentars. Folgetitel). ? Lamothe-Langon, Etienne (Baron)de: Souvenirs sur Marie- Antoinette et la cour de Versailles / par Mme. la comtesse d'Adhemar, dame du Palais. - Paris : Marne, 1836. -+? Nach dem kleinen Schwindler Lamberg nun der große Lügner. (In diesem zweiten Elaborat erscheint St.-G. mehrmals nach seinem historischen Tode der Marie-Antoinette und versucht sie und über sie König Ludwig XVI. vergeblich vor der Revolution zu warnen). Lamothe-Langon ist eher als Journaillist denn als Journalist zu bezeichnen. Es ist zwar nicht alles falsch, was er, besonders in diesem zweiten Titel schreibt, aber was nicht? Eine Mme. d'Adhemar hat es gegeben und hat auch Papiere hinterlassen, aber diese reale Basis ist offenbar nicht mehr zu ergründen. L.-L.'s Fiktionen haben (über Mrs. Oakley, die diese Erinnerungen für echt nahm und sogar gegen Zweifler verteidigt), nach¬haltig gewirkt. Lavater, Johann Caspar Lavater: Reise nach Kopenhagen im Sommer T79"3\ - Zürich, 1973. - Legris de la Tude, Ciaire Josephe Hippolyte: Memoires d'Hippolyte Tlairon. Et Reflexions sur 1'art dramatique. - Nouv. ed., T. 1.2 - Hamburg , Braunschweig : Fauche, 1798. -+ Hinter dem klangvollen Namen verbirgt sich die berühmte franz. Schauspielerin Clairon. Sie hatte auf ihre älteren Tage Unterschlupf beim Markgrafen von Ansbach gefunden und ist dort St.-G. begegnet. (Wiederbegegnet? Auch hier eine Ver¬wechslung mit Monsieur de Saint-Germain?) Lehndorf, Ernst Ahasverus Heinrich von: Tagebücher. - Drei moderne Ausgaben a) Aus den Tagebüchern des Grafen Lehndorf. - Berlin : Severin und Siedler, 1982. - b) Dreißig Jahre am Hofe Friedrichs des Großen. - Gotha, 1913. - c) Des Reichsgrafen Ernst Ahasverus Heinrich Lehndorff Tage¬ bücher. - Gotha ; Stuttgart : 1921. - + L. war Kammerherr bei Friedrich. Es ist sicher, daß er Be¬merkungen über St.-G. angebracht hat, er wird des öfteren zitiert» aber entweder aus zweiter Hand oder ungenau oder beides.
? Luchet, Jean-Pierre-Louis de La Röche Du Maine (Marquis de): ETsai sur le secte des illumines. - 3me ed. - Paris : Santus 1792. - (1. Ausg. 1789). - +, aber diese Quelle ist höchst fragwürdig. Luchet war ehemaliger Jesuit und fantatischer Eiferer gegen Frei¬maurerei und Illuminatentum, in dem St.-G. seiner Be¬hauptung nach eine verderbliche Hauptrolle gespielt haben soll. ? j-uchet, Jean-Pierre-Louis de La Röche Du Maine, (Marquis de): Memoires authentiques pour servir ä l'histoire du comte de Cagliostro. - ? C. soll sich als einen Schüler von St.-G. bezeichnet haben, diese Memoiren aber sind pure Erfindung. In einer bis ins Obszöne gehenden Szene schildert L., wie Cagliostro und dessen Frau von St.-G. "eingeweiht" werden (wiederge¬geben bei Heim, S. 180 ff.) Ludwig XV. von Frankreich: Correspondance secrete inedite de Louis XV...Ed. Edgard Boutaric. - 2. Vol. - Paris, 1866. -+ ohne Seitenangaben. MauvilIon, Jacob von: Geschichte Ferdinands, Herzog von Braun-schweig-Lüneburg. - Leipzig, 1794. - Meusel, Johann Georg: Vermischte Nachrichten und Bemerkungen. -ErTangen, 1816. -+ lt. I. C. Oakley. Minutoli, Heinrich Menü von: Der Graf von Haugwitz und Job von wTFiTeben. - Berlin : Logier, 1844. - V, 57 S. + S. 5; H. ging im August 1780 nach Schleswig, zum Landgrafen Karl, seinem Freund. Mitchei1, Andrew: Memoirs and papers. - London, 1850. - + ßd. 2, 146 - 155; M. war an der Angelegenheit der geheimen Friedensverhandlungen in Holland beteiligt; ausführliche Doku¬mentation. Montesquieu, Charles de: Ausgaben seiner Briefe + (s. hierzu all gem. Bemerkungen bei Diderot). Murr, Christoph Gottlieb von: Christoph Gottlieb von Murr über cfen wahren Ursprung der Rosenkreuzer und des Freymaurerordens. Sulzbach, 1803. - Nougaret, Pierre-Jean-Baptiste: Anecdotes secretes du 18e siecle. -Vol. 1 - 2. - Paris, 1808. -+ Vol. 2, S. 393 (ff.?) Peuchet, Jaques: s. Etienne de Lamothe-Langon
1 Pompadour, Jeanne-Antoinette Poisson, Marquise de: Memoiren der Marquise von Pompadour. - Deutsch von H. Georg Rahlstedt. - 2 Teile in einem Bd. - 2. Aufl. - Berlin : Nagel, (ca. 1900) ? s. folgenden Titel 1 Pompadour, Jeanne-Antoinette Poisson, Marquise de: Portrait de Madame la Marquise de Pompadour / fait par elle-meme. -Paris, 1756. - 10 S. ? Für beide Titel gilt dasselbe wie für alles, was angeblich aus der Feder von Mme. de P. stammt: es ist apokryph oder zumindest zweifelhaft. Man weiß nicht genau, ob sie etwas hinterlassen hat und was. Briefe hat sie natürlich geschrieben, aber welche sind echt? ? Jteynal (Abbe) Guillaume Thomas Francois: Histoire philosophique des deux Indes. - (Versch. Ausg.) ? Der Comte fJufort de Cheverny (s.d.) schreibt in seinen Memoiren (S.~304, Anm. 3), die hervorragendsten Partien dieses Werkes seien von mehreren der Freunde Raynals ge¬schrieben worden. Wenn das so ist, könnte es immerhin mög¬lich sein, daß St.-Germain Mitverfasser dieser Arbeit wäre, und ich hätte mit meinem Mißtrauen gegenüber der Vermischung dieser beiden Namen unrecht. ? Raynal,(Abbe) Guillaume Thomas Francois: Memoires historiques, fnTTitaires et politiques de l'Europe. - 3 Vol. - Amsterdam, 1754. Wenn St.-G. ein Freund des Abbe Raynal war, könnte er in diesen Memoiren zu finden sein. ? Richelieu, Louis Francois Armand du Plessis, Duc de: Memoires du Marechal de Richelieu. -Vol. 1 - 9. - Paris, 1793. -? Lt. E. M. Challice hat St.-G. den Herzog, einen Nachkommen des Kardinals, von einer Krankheit kuriert; es wäre also möglich, daß er seiner gedenkt. Es wird nicht deutlich, ob Mrs. Challice selbst aus diesen Memoiren schöpft. - Saint-Aubin, Felicite de: Memoires. - Paris, 1833. - (wird auch unter ihrem Mädchennamen "Ducrest" geführt). + definitiv; aber ich habe vergeblich auf die Ausgabe gewartet und auch keine genauen Angaben gefunden. Saint-Germain, Claude-Louis de: Memoires de M. le Comte de Saint-Germain,Tcrits par lui-meme. - Amsterdam : Rey, 1779. - ^aint-Germain, Claude-Louis de: Nachrichten des Herrn Grafen von ~ Saint-Germain, Minister und Staatssekretär im Kriegs-Departement, General-Lieutenant der französischen Armeen, Generalfeldmarschall in Diensten seiner Majestät des Königs von Dänemark, Kommandeur des Elephantenordens u.s.w. von ihm selbst aufgesetzt. - Aus dem Französischen. - Frankfurt am Main : Esslinger, 1780. - X, 356 S. übers, des vorigen Titels (s. Anm. zu Oettinger, Abschnitt B b der Bibliographie).
? Touchard-Lafosse, Georges: Chronique de 1'Oeil-de-Boeuf, des petits appartements de 1a Cour et des Salons de Paris sous Louis XIV, la Regence, Louis XV et Louis XVI. - 1. - 8. -(= 4 Bde.)- - Paris, 1864. - Ein Auszug davon existiert auf deutsch unter dem Titel: Der Vielgeliebte. - Berlin, 1919. Auch dies ist keine Zusammenstellung echter Chroniken, sondern ein von Monsieur T.-L. hergestel 1 tes Opus. Voltaire, Francois Marie Arouet de: Lettres (Div. Ausg.; s. fol-genden Titel; ansonsten vgl. Komm, zu Diderot). Voltaire, Francois Marie Arouet de: Oeuvres completes. - + div. Ausg.; von Voltaire steht fest, daß er sich an mehreren Stellen über St.-G. geäußert hat; eine ganz präzise Angabe habe ich gefunden bei Chacornac: A.a.O., S. 27: Oeuvres completes. - Paris : Didot, 1877. - Bd. 10, Ho. 313, Brief v. 15. 4. 1760 und vom 1. 5. 1760 (Anwort Friedrichs II). Vulpius, Christian August (Hrsg.) s. Curiositäten Wal pole, Horace: Letters. - (Div. Ausg.), v. a. Briefe an Sir Horace Mann + Etliche Autoren zitieren Briefe W.'s, sie betreffen die erste Londoner Zeit St.-G.'s. Weber, Carl von: Aus vier Jahrhunderten: Mitteilungen aus dem Haupt-Staatsarchiv von Dresden. - Leipzig : Tauchnitz, 1857. -+ S. 306 - 322 Weckhelin, W. L.: Chronologien. - Frankfurt am Main, 1779. -+Tt. I. C Oakley. Wekhrlin (?,auch Wekhelin oder Weckhelin): Paragrafen. - o.O.? 1791. (so in Wolfstieg; vgl. vorstehenden Titel.) + Kap. Scharlatanereien, S. 76 - 80. + Wraxall, Nathaniel William: Memoirs of the courts of Berlin, Dresden, Warsaw and Vienna in the years 1777, 1778, and 1779. 2 Vol. - 3rd ed. - London : Hansard, 1806. -+ Vol. 2, Letter XXIX, S. 288: neben abfälligen Bemerkungen über Goldmacherei findet sich dort eine konkrete Informa¬tion: "St. Germain, who is now said to be alive at Hamburgh... die sich auf das Jahr 1778 bezieht. Wraxall ist ein Beispiel dafür, daß nicht nur die Saint-Germains verwechselt werden können, sondern zu allem Über¬fluß auch noch deren Biographien. In diesem Falle ist es Lascelles Wraxall (Abschn. G a).
G. Sekundärliteratur a) Titel mit 'Saint-Germain' als Hauptgegenstand
(Einbezogen sind auch solche, in denen ihm ein abgeschlos¬senes Kapitel gewidmet ist oder in denen er in einem längeren Zusammenhang vorrangig behandelt wird). Bliiau, Friedrich: Cagliostro. Der Graf von St. Germain / Hrsg. von Friedrich Bülau. - Leipzig : Reclam, o. J. - 46 S. + Bülau, Friedrich: Geheime Geschichten und rätselhafte Menschen : Sammlung verborgener oder vergessener Merkwürdigkeiten / Hrsg. von Friedrich BUlau. - (Versch. Auf., hier:) 2. Aufl. -Bd. 1 - 6. - Leipzig : Brockhaus, 1863. - + Bd. 1, Kap. 13 "Der Graf von Saint Germain", S. 340 - 349. -Fußt, wie er selbst angibt und wie schon erwähnt, stark auf Gleichens "Denkwürdigkeiten" und wird am häufigsten als Sekundärwerk angegeben. Er ist nicht gerade ein Freund des Grafen, bezeichnet ihn aber dennoch in wohlwollender Herablassung als einen der ungefährlicheren Scharlatane. -Immerhin kann man seiner Darstellung zugute halten, daß sie die Neugier auf St.-G. reizt. Caffe, Henri: Le Chevalier ä la tete casquee (comte de Saint-Germain). In: Reflets de Roussillon, (Perpignan), 24 (1958), S. 19 - 22. Calmeyer, J. H.: The count of Saint-Germain or Giovannini : a case of mistaken identity. - In: Music and letters, (London), 48 (1967), S. 238 (?; Angabe lautete "238 p.") + Ceria, Pierre ; Ethuin, Francois: L'enigmatique comte de STint-Germain. - Paris : Michel, 1970. - 270 S.: 1 111. (Porträt). (Les chemins de 1'impossible). - Mit Literatur¬angaben. St.-G. sei entschieden Rosenkreuzer, dies bestimme und erkläre sein ganzes Verhalten (nach Heim ist übrigens auch der Namenswechsel mit jedem überschreiten einer Ländergrenze typisch rosenkreuzerisch; dies eine späte Lesefrucht); auf dieser Prämisse bauen C./E. ihr ganzes Buch auf; sie gehen auch sehr weit im Okkulten und lassen St.-G. eine lange Pilgerfahrt durch Eis und Schnee in den Himalaya antreten. Das kann man hinnehmen; störend ist jedoch die "Auflockerung" der Handlung durch Situations¬schilderungen ä la "Spiegel": 'Es war Mitternacht. Der Wind heulte' usw. Die Verfasser sind beide Journalisten. + Chacornac, Paul: Le Comte de St. Germain. - Paris : Chacornac, 1W77"- (eine zweite Aufl. 1949). Den von mir so viel gerühmten Ch. kann ich auch nicht ohne Abschürfungen davonkommen lassen: er verwickelt sich in Widersprüche (auf zwei aufeinanderfolgenden Seiten!), gibt großen teils für die Vornamen von zitierten Autoren falsche Initialen an und nimmt die "Gartenlaube" ernst, (s. Kommentar zu A. v. d. Elbe, Abschnitt H). Trotz allem breitet er das Sujet sehr sorgfältig aus. Decaux, Alain: Le Qomte de Saint-Germain etait-il immortel? -TnT Historia, (Paris), 116 (1956), S. 63 - 68. + Delorme, Marie-Raymonde: Le comte de Saint-Germain (:ses temoins et sa legende) |^so nur auf Vordertitel] - Paris : Grasset ; CultureArt, Loisirs, 1973. - 285 S.: 111. -(Histoire des personnages mysterieux et de societes secretes).—(Mit Bibliographie). Mme. D. berücksichtigt ausgiebig die kulturhistorischen Aspekte. Ihre Lit.-Ang. decken sich zum großen Teil mit denen Heims, im Inhalt¬lichen habe ich aber keine Abhängigkeit feststellen können. Decreuse, Pierre: Le comte de Saint-Germain. - In: Aux Carrefours aeTTHistoire, (Paris), 23 (1959), S. 809 - 812. - Dresser, Joh. Phil.: Ein Brief über Saint-Germain. - In: Latomia 3TT1908), S. 401 - 405. Gent, L. F. van: De Graaf van St. Germain. - (Nichts weiter er¬mitteln können) Gra'ffer, Franz: Saint-Germain, der Unbegreifliche, bei den ÄcTepten in Wien. - In: Sphinx (1873), S. 97 - 100. (Hängt wahrscheinlich mit dem unter F genannten Titel Gräffers zusammen). Gugitz, Gustav: Casanova und St. Germain in Holland. - Aus: Zeitschrift für Bücherfreunde (1916), S. 127 - 145. -Abgedr. in: Giacomo Casanova und sein Lebensroman. - Wien : Strade, (1921). - 389, 67 S. Hai :I, Manly Palmer: Comte de Saint Germain. - 2nd. ed. - Los ""Angeles, 1946. - Hameester (auch Hameister oder Hamerster: Der Graaf von Saint-Germain. - (Keine weiteren Angaben) Hameester (wie oben: Grepen uit het levens van de Graaf de Saint~Germain. - In: Theosophisch Maanblad voor Nederlandsch Indie (1917). - (Nicht weiter ermitteln können) + Heim, Maurice: Le vrai visage du comte de Saint-Germain. -5me ed. - Paris : Gallimard, 1957. - 279 S.-(Mit Biblio¬graphie). Da Heim selbst sagt, er sei so kühn, ein weiteres "oeuvre originale" über St.-G. zu verfassen, obwohl eigentlich schon alles über ihn gesagt sei, forscht man zunächst nach dem Grund seiner Kühnheit. Er bringt im Grunde nichts Neues (nach Chacornac), faßt aber geschickt zusammen und wägt Thesen knapp gegeneinander ab. Es ist fast ein erzählerisches Werk (H. hat Romane und Gedichte geschrieben), in dessen Text die Zitate glatt mit eingehen. Nicht umsonst hat es als einziges der ermittelten wesent¬lich mehr als 2 Auflagen.
+ Hesekiel, Georg: Abenteuerliche Gesellen. - Bd. 1 - 2. -Berlin : Gerschel, 1862. - + Bd. 1, 1. Kap., S. 1 - 37, "Graf S?int-Germain, der Unenträtselte", erw. auch S. 389, i. Kap. "Cagliostro". Sehr interessant und spannend, H. läßt aber auch kaum einen der "Döntjes" aus, die über St.-G. kursierten. Hieroniemus, Ekkehard: Der Graf von Saint-Germain. - In: Quatuor Coronati, (Hamburg), 15 (1978), S. 105 - 129) ? Howels, Kenneth: The mystery of Count St. Germain. - London, Angeblich eine Monographie; der Bestellschein ist aoer leider mit dem Vermerk "Nicht zu ermitteln" zurück¬gekommen. Jessen, Willers: Der Nachlaß des Alchimisten Graf Saint-Germain. In: Zeitschr. d. Ges. f. schlesw.-holst. Gesch. 56. + Kerdeland, Jean de: De Nostradamus ä Cagliostro. - Paris : Ed. 3eTF7~1945. - 271 S. + S. 155 - 214; das im Titel nicht genannte Mittelstück dieser Trilogie ist St.-G. gewidmet: "Saint-Germain l'immortel". Auf die Unsterblichkeit der drei Figuren hat K. es denn auch abgesehen. Er beschließt den Band mit der Bemerkung, eines sei unzerstörbar: "la Betise des hommes". (271). Er scheint mir aber ein wenig sehr skeptisch zu sein. Kroedel, Paul: Eine Intimität aus dem 18. Jahrhundert. -"Buch; Verlag nicht bekannt" Lang, Andrew: Historical Mysteries. - London, 1904. - (ich Ffatte nur die frz. übers, in Händen, s. d.) + Lang, Andrew: Les mysteres de l'histoire. - Traduits de T'anglais par Teodor de Wyzewa. - Paris : Perrin, 1907. -VIII, 350 S. + Kap. 6, S. 207 - 232, "Saint-Germain l'immortel". Betont, wie es sich schon im Obertitel ausdrückt, das Geheimnis¬volle. + Langeveld, L. A.: Der Graf von Saint-Germain : der abenteuer-liehe Fürstenerzieher des 18. Jahrhunderts. - Deutsch von J. W. Schippers. - Berlin : Mittler ; den Haag : van Stockum, 1930. - 311 S.: 111. - (3 S. Bibliographie, Anm. u. Pers.-Reg.) Trotz des Apparates ein unsägliches Buch. L. ist in vielem das Gegenstück zu Chacornac. Ein Wust von Fakten, die ständig durcheinanderlaufen, St.-G. selbst mit ein¬geschlossen; er läuft sich an manchen Stellen quasi selbst über den Weg, verläßt einen Raum als A. und betritt ihn nach einer Umdrehung wieder als B. Das Werk eines totalen Beziehungswahns. Nach L. müßte halb Paris aus dem Grafen von Saint-Germain bestanden haben. - Was dieses Opus völlig ungenießbar macht, ist die Tatsache, daß es zudem noch von einem Holländer ins Deutsche "übersetzt" worden ist. Jeder dritte Satz ist völlig verdreht oder schlicht un¬verständlich. Und das ist sehr zu bedauern. Denn man kann trotz all dieser Mängel annehmen, daß sich bei L. unter dem erdrückenden Ergebnis seiner Nachforschungen wirklich Tatsachen und Querverbindungen verstecken, die man sonst nirgends findet; nur ist es einem Leser, der nicht Monate darauf verwenden wollte und könnte, völlig unmöglich, diese herauszupicken. Lhermier, Pierre: Le mysterieux compte (?) de Saint-Germain, Rose-Croix et diplomate. - Paris : Ed. Colbert, 1943. -Es ist mir leider nicht gelungen, diese vielzitierte und auch viel geschätzte Abhandlung vor die Augen zu bekommen. (Vgl. Zitat E. Lenz, Ende dieser Arbeit). Lindemark, Otto: Der Graf von Saint-Germain und sein Tee. - In: Pharmaziegeschichtlicher Kongreß der Intern. Ges. f. Gesch. der Pharmazie, Luxemburg, 1969. Vorträge der Hauptversammlung. -Luxemburg (1970), S. 91 - 97. + Maynial, Edouard: Casanova et son temps. -2me ed. - Paris : Mercure de France, 1910. -Kap. 1, S. 15 - 67 "Une enigme historique: Casanova et Saint-Germain". Er ergreift natürlich mehr Partei für Casanova. Moreau, Guy: Aventuriers due 18me siecle. Saint, Germain, Neuhoff, CTgliostro, Casanova. - In: Humanisme, Bulletin du Centre de documentation du Grand Orient de France, (Paris), 118 / 119, S. 66 - 75. Moura, Jean ; Louvet, Paul: Saint-Germain, le rose-croix immortel . Paris : Gal limar^, 1934. -Es ist auffällig, wie sehr sich manche Titel gleichen. Oakley, Isabelle Cooper: Aus dem Leben des Grafen von Saint-GeTmain. - In: Die Gnosis I, 20, 15. Dez. 1903. + Oakley, Isabelle Cooper: The Comte de St.-Germain : the secret ~öf~Kings / a monography by I. Cooper Oakley. - Milano : Ars Regia, 1912. - 284 S.: 111.. - (International Committee for Research into Mystical Tradition ; 5); (mit Bibliographie^ Weitere Ausg.: London 1927. Eine der grundlegenden Arbeiten, aber vom theosophischen Standpunkt aus geschrieben; z. B. glaubt I. C. 0. nicht, daß St.-G. 1784 in Eckernförde gestorben sei; auch ar¬beitet sie mit inzwischen als unecht erkannten Quellen; andererseits aber belegt sie als erste vieles gründlich mit Dokumenten; es scheint überhaupt das erste ernstzu¬nehmende Stück Sekundärliteratur zu sein.
Regnier, Renee: Les trois grands mattrejcosmiques rosicruciens (le Pharaon Thutmose III., MaTtre liorya et le comte de St.-G.). S. 1 Ed. Essai, 1976. - (So in: Bibliographie de 1'histoire de Fr?nce ... Jg. 1977. Abk. in Periodika-Liste dieses Jg. nicht aufgelöst) Saint-Germain, Francoise de: Le myste're du comte de Saint-Germain. -In: Miroir de l'Histo\ re, (Paris), 111 (1959), S. 402 - 408. - Scano, G.: Tre avventurieri : Saint-Germain, Balsamo, Casanova. Tn: Corriere di Romagna, (Ravenna), 9.; Aug. 1913. Schneider, Wilhelm: Geschichten um den Grafen von Saint-Germain. -Jena, 1963. - (Sonst nur bekannt, daß gedruckte Vorträge) Sypesteyn, Cornelius Ascan von: Voltaire, Saint-Germain, Cagliostro, Mirabeau in Nederland, - den Haag, 1869. (lt. I. C. Oakley Untertitel: Historische Erinnerungen) + Tetzlaff, Irene: Unter den Flügeln des Phönix : der Graf von Saint-Germain ; Aussagen, Meinungen, Überlieferungen. -Marschalkenzimmern : Lichthort-Vl., 1972. - 144 S. -Im Text schon mehrfach gewürdigt. Geht vor allem auch auf die außerfranzösischen Aktivitäten des Grafen ein, die ver¬ständlicherweise bei den Galliern in den Hintergrund treten. (Die zweite Arbeit s. Abschn. H) + Volz, Gustav Berthold: Der Graf von Saint-Germain : das Leben eines Alchimisten ; nach großenteils unveröffentl. Urkunden. / hrsg. u. eingel. von Gustav Berthold Volz. - Deutsch von Friedrich von Oppeln-Bronikowski. - Dresden : Aretz, 1923. -381 S.: 111. - (Personen- u. Ortsverz.). Der Vermerk "Übersetzung" bezieht sich offensichtlich nur auf Dokumente, denn lt. BM, BN und NUC gibt es keine anders¬sprachige Ausgabe. Fast nur Urkunden, denen Volz eine längere biographische Einleitung voranstellt. Er ist St.-G. nicht wohlgesonnen, für ihn stellt er nichts dar als einen dubiosen Glücksritter. Diese Meinung ist insofern ernstzunehmen, als gerade Volz {neben Bülau) die Ansichten über St.-G. in Deutschland entscheidend beeinflußt hat und es mangels anderer größerer Darstellungen (außer I. Tetzlaff) immer noch tut. + Waite, Arthur Edward: The brotherhood of the Rosy Cross : being records of the house of the Holy Spirit in its inward and outward history. - New Hyde Park, New York : University Books, 1961. - XVIII, 649 S.: 111. (vermutl. 1. Ausg.: London 1924) + Kap. 17, S. 483 - 502: "Saint-Germain and Cagliostro". Wonach anderen Autoren ein Experte auf diesem Gebiet, zieht die Rosenkreuzerschaft des Grafen in Zweifel. Nur der ständig wachsende Kultus um diesen veranlasse ihn, sich von dieser Seite her überhaupt mit ihm zu befassen. Andererseits läßt er ihn durchaus gelten, erkennt, daß St.-G. bei seiner diplomatischen Mission hereingelegt worden ist,und schätzt die weltlichen Schritte und Meriten des Grafen durchaus nicht gering.
+ Wittemans, Frans: Histoire des Rose-Croix. - 3me ed. (= 1. frz. Ed.), Paris : Ed. Adyar, 1925. - 233 S. S. 143 - 153, Kap. 13. "De Saint Germain et les Rose-Croix de France du 18me siede". - Im Gegensatz zu Waite nennt Wittemans St.-G. in seiner Zeittafel auf S. 209 "Chef des Rose-Croix francais". -Die Unterschiede möglicher Ansichten werden aber viel¬leicht noch deutlicher, wenn man sich klarmacht, daß Wittemans seine Darstellung fast im selben Jahr ge¬schrieben hat wie Volz die seine. + Wraxall, Lascelles: Remarkable adventurers and unrevealed mysteries: "The world is mine oyster". -Vol. 1-2. -1.: VI, 382 S.- S. 136 - 167, Kap. 6: Count St. Germain. Der Untertitel sagt genug. - Zu beachten ist dabei, daß L. W. oft mit dem anderen Wraxall (Abschn. F) ver¬wechselt wird und als Quelle genommen wird. Nachtrag: Sevran, Pascal: Le compte de St. Germain ajourd'hui. - Paris TCcJTJv. Office d'editions, 1973. - An dieser Stelle muß ich noch einschieben, daß es auch in der vorangegangenen Sparte Grenzfälle gibt, Titel, die man hier verzeichnen könnte (Dannenberg, Tetzlaff 2. Titel), die ich aber aus formalen Gründen lieber der Kategorie "Fiktion" zugeordnet habe. Gelegentlich habe ich Titel sogar zweifach verzeichnet. b) Titel, in denen St.-G. mitbehandelt oder erwähnt wird Die Abgrenzungen zu den benachbarten Abschnitten sind nicht sehr scharf. Einerseits könnte man einige der in dieser Kate¬gorie untergebrachten Titel zeitlich noch zu den Quellen rechnen, andererseits sind die Grenzen zum folgenden "Umfeld" fließend. Da mir gerade hier nur in relativ wenigen Fällen die Werke zur Autopsie vorlagen, mußte ich mich auf die An¬gaben der zitierenden Autoren verlassen, und diese sind, das direkte Erwähnen des Grafen betreffend, nicht immer so ein¬deutig, daß ich in jedem Falle eine Garantie dafür geben könnte. Ich habe mich aber bemüht, die Anzahl der fraglichen Titel sehr in Grenzen zu halten, und reichte sie bei Zweifeln eher in die nächste Abteilung weiter. Inhaltlich ist dieser Abschnitt, abgesehen von dem einigen¬den Charakteristik, ein Potpourri. Das liegt aber in der Natur des Gegenstandes und brauche ich nicht weiter zu er¬läutern. Einige Titel hätte ich z. B. auch in das Verzeichnis des esoterischen Schrifttums einreihen können. Art der Dar¬stellung oder Informationswert haben mich aber jeweils be-wogen, sie hier unterzubringen. Vor die Wahl gestellt, Titel mit sehr mangelhaften Angaben ganz wegzulassen oder sie, der Vollständigkeit halber, lieber aufzunehmen, um weitere Ermittlungen zu erleichtern, habe ich mich fast immer für die zweite Möglichkeit entschieden. -Paul Chacornac gibt oft die Seite an, auf der St.-G. in den von ihm zitierten Werken erscheint, aber immer nur mit einer Zahl. Es ist anzunehmen, daß es sich meistens auch um die Folgeseiten handelt. - AI per s,Henri d1: Cagliostro. - Paris, 1904. - (Titel bemerkenswerterweise von BN nicht verzeichnet, wohl aber in BLC!) + Arneth, Alfred (Ritter) von: Geschichte Maria Theresias. -BdT 1 - 10. - Wien : Braumüller. 1863 - 1875. -(Photomech. Nachdr. 1971) + Bd. 10: Maria Theresias letzte Regierungszeit; 4. Bd. (1879), S. 210 - 211, 784, 850 (Reg.): behandelt nur die Affäre St.-G./Cobenzl/Kaunitz in Tournai und ist natürlich antigermainisch eingestellt. Das StiW "Rakoszy" bringt in den 10 Bden. keine weitere Auf¬klärung. - Arneth, Alfred (Ritter) von: Graf Philipp Cobenzl und seine Memoiren. - 1885. - + Aretz, Gertrude: Die Marquise von Pompadour : ein Lebens- bTld aus dem Rokoko. - Bern : Scherz, 1947. - 232 S.: 111. (Mit Bibliographie). oo Hier nur angeführt als Beispiel dafür, daß man eine ganze Biographie (mit Bibliographie.1) der Mme. P. schreiben kann, ohne St.-G. auch nur einmal namentlich zu erwähnen. Nur an einer Stelle spricht G. Aretz von einem "Menschen", der Mme. P. auf dubiose Weise habe helfen wollen. Als Auslassungsleistung schon interessant
Barnum, Phineas Taylor: Les blagues de 1'Univers. - Paris : Faure, +T. 301 ff. (frz. Fassung d. folg. Titels) 186 Barnum, Phineas Taylor; The humbugs of the world. - London : Hot¬ten, 1866. - Geschrieben von jemand, der sich sichtlich für einen Kollegen hielt. Könnte aber vielleicht eher zur Belletristik gehören. Barthold, Friedrich Wilhelm: Die geschichtlichen Persönlich-keiten in Jacob Casanova's Memoiren : Beiträge zur Gesch. des 18. Jhs. - Bd. 1 - 2. - Berlin, 1846. -(Von I. C. Oakley Zusatz zum Sachtitel als eigentlicher Sachti tel angegeben.) Beaujoint, Jules: The secret memoirs of Madame la Marquise de Pompadour. - London, 1885. - Birch, Una: Secret societies and the French revolution together with some kindred studies / by Una Birch. - (Republ. from the Edinburgh review and the Nuietenth Century and after). -Enth. u. a. "The Comte de St.-G.", London ; New York : Lane, 1911. - (Verf. in NUC unter £ope-Hennessy zu suchen, U.B. = Mädchen¬name) Bobe, Johan Caspar: Lavater's Reise til Danmark i sommeren 1793. -Kopenhagen, 1898. Bois, Jules: Les voyants et les prophetes. - In: Revue politique et litteraire, (Paris), Jg. 1902. - Bord, Gustave: La Franc-Maconnerie en France des origines ä ~T815. - Paris, 1908. - * + S. 307 (wahrsch. ff.) Broglie, Charles Jacques Victor Albert Duc de: Le secret du roi : Tbrrespondance secrete de Louis XV. ave- ses agents diploma-tiques 1752 - 1774. - 3 ed. - Bd. 1 - 2. - Paris : Calmann Levy, 1879. - Caimettes, Pierre: Choiseul et Voltaire. - Paris, 1902. - ? Cantu, Cesare: Gli eretici d'Italia. - Vol. 1 - 3. - Turin, 186 (lt. Mrs. Oakley; bezieht sich wahrscheinlich auf AlgarottT Capefigue, M.: La Marquise de Pompadour. - Paris : Amyot, 1858. -+ S. 267 (wahrsch. ff.) Carre, Henri Theophile Georges: La marquise de Pompadour. - Paris, 1337. - Erneut ein Titel, der in BN fehlt, aber von BLC verzeichnet wird. Caston, Alfred de: Les marchands de miracles. - Paris : Dentu, 18(
Chiids, James Rives: Casanova : a biography based on new documents. - London, 1961. - Cobenzi, Philipp(Graf): Graf Philipp Cobenzl und'seine Memoiren. - Wien, 1885. - Compigny-Desbordes, (?): Casanova et la marquise d'Urfee. -Paris : Champion, 1912. - + Conrad, Heinrich: Der Graf Cagliostro : die Geschichte eines Mysterienschwindlers ; zur Warnung für unsere Zeit / hrsg. von Heinrich Conrad. - Stuttgart : Lutz, 1921. - 270 S. (Rara ; 5). Mittelstück sind die"Nachrichten von des berüchtigten Cagliostro Aufenthalte in Mi tau" Elisas von der Recke, doch ist dieses eingerahmt von längeren Kapiteln, die C. geschrieben hat. Seine Haltung wird klar aus der Bezeichnung, die er für Cagliostro hat. Darüber hinaus: er hat von "psychischen"Dingen keine Vorstellung. St.-G. (S. 32 - 36, S. 69) gehört für ihn zu den Schrittmachern C's, als "der harmloseste unter diesen abenteuernden Betrügern" (S. 32); er hätte immerhin nicht vorgegeben (wie C), übersinnliche Kräfte zu besitzen, und es schien, er hatte mit seinen 'kecken' Schwindeleien weiter nichts bezweckt, "als sich in der vornehmen Welt und deren Genüssen zu behaupten". -Charakteristisch für die damalige Zeit sei, daß er von einem "Pseudo-Saint-Germain" (= "Mylord Gower") noch hätte überboten werden können (S. 35). Constant, Alphonse Louis: s. Elphas Levi + Corsini, Andrea: Medici ciarlatani e ciarlatani medici. - BöTögna : Zanichelli, 1922. - 114. S.: 111. - (Attualitä scientifiche - Seria medica ; 9) + S. 93 - 95, Kap. 8: "Avventurieri e medici ciarlatani". "Likens the charlatanism of ... St.-G. ... with that of Raspoutine in our own days" (J. R. Childs in "Casanoviana"); eine unzulässige Dämonisierung St.-G's; und gerade auf dem Gebiete der Medizin wohl am wenigsten zutreffend (Vgl. sein Entsetzen bei dem Ansinnen Mme. Pompadours, dem König einen Trank zu brauen). Decaux, Alain: Les grands mysteres du passe. - Paris, 1964. - Denis, Ferdinand: Tableau historique, analytique et critique des s~ciences occultes. - Paris : Mairet et Fournier, 1842. -+ S. 259 (ff.?) + Eckert, Emil Eduard: Magazin der Beweisführung für Verur-teilung des Freimaurer-Ordens als Ausgangspunkt aller Zerstörungstätigkeit gegen jedes Kirchentum, Staatentum, Familientum und Eigentum mittels List, Verrat und Gewalt. ■ (In zwanglosen Heften, jedes Heft ein selbst. Ganze$. -Heft 1 - 5. - Schaffhausen : Hurter, 1855 - 1856. -(Einzelne Seitenzählung, jedes H. 100 - 150 S.) -
+ an mehreren Stellen, vermutlich meist Verwechslungen; der schriftstellerische Zusammenhang dieses Elaborats wird aber kaum von den Gesetzen der Logik diktiert. Trotz des so anmutenden Sachtitels durchaus nicht komisch gemeint, sondern eher als eine Art schrift¬stellerischen Tobsuchtsanfalls zu betrachten. Wahn¬haftes Wittern freimaurerischer Umtriebe hinter jeder politischen Aktion im Europa v. a. des 18. Jahrhunderts, die dann folgerichtig in der Franz. Revolution kulmi¬nierten - vergleichbar nur der Besessenheit der National¬sozialisten von der Schuld "des Juden" an allem Zer¬störerischen. Die Tatsache, daß auch Potentaten (Friedrich von Preußen) dem Bund angehörten, sieht E. als Beweis für eine Verblendung an, die am eigenen Untergang mit¬arbeitet. - Faktisch hat E. dabei nicht einmal so un¬recht: Lt. Ceria/Ethuin waren von 41 Deputierten, die 1789 in die Assemble Nationale gewählt wurden, 35 Frei¬maurer. Nur sieht E. in allem ein verbrecherisches System. St.-G. erscheint als einer der Drahtzieher. Selbst wenn es sich nicht um Verwechslungen handelte, würde die Logik hier stutzen, denn vom Herzog von Choiseul, dem Verfolger des Grafen, war es bekannt, daß er zu den Freimaurern gehörte. Figuier, Louis Guillaume: L'alchimie et les alchimistes. -~3T~ed. - Paris : Hachette, 1860. - Figuier, Louis Guillaume: Histoire du merveilleux. -+ Tt. Nouvelle Biographie Generale Flassan, (?): Histoire generale et raisonnee de la diplomatie fraiicaise. - 2. ed. corr. et augm. - Paris (?) + lt' BUlau in Bd. 5 ? Gouriet, J. B.: Personnages celebres dans les rues de Paris. - Paris : Lerouge, 1811. - Gräffer, Franz: Kleine Wiener Memoiren. Bd. 1 - 2. - Wien, 1845. (GTeichf. Ausg. München, 1918 . 1922.) (Kommentar s. o.) Grillot de Givry, Emil-Jules: Le musee des sorciers, mages et alchimistesT^- Paris : Tchou, 1966. - + Grove-Stephensen, F. S.: Christians Pflegeheim. In: Slesvig-~~land 2 (1981), H. 3, S. 82. Richtet zwar die Aufmerksamkeit auf das letzte Domizil des Grafen, wiederholt in der Beurteilung seiner Person jedoch nur die Abgeschmacktheiten, die gerade ein Be¬wohner des betreffenden Landstrichs allmählich korri¬giert haben könnte.
+ Hartmann, Franz: Im Vorhof des Tempels der Weisheit : enthal-tend die Geschichte der wahren und falschen Rosenkreuzer; mit e. Einf. in die Mysterien der Hermetischen Philo¬sophie. - (Lt. Nebent. "Dr. Franz Hartmanns ausgewählte theosophische Werke ... Bd. IV). Calw (Württ.) : Fändrich, 1963. - 138 S. - (Bücher der Schatzkammer) + S. 55, Kap. IV, "Unter den Adepten", 1 Abs. - Sehr un¬befriedigend. H. nennt St.-G. einen "berühmten Alchimisten", was im Zusammenhang seines Buches eher etwas Positives darstellen müßte, aber an dieser Stelle eigentümlich ambi-valenten Klang hat. Auch die übrigen Informationen sind eher ein Wirrwarr von richtigen Mitteilungen und längst als Fiktion erkannten biographischen Zutaten, ohne daß die Haltung des Verf. zu St.-G. recht klar würde. - An¬sonsten s. die Zitierung Hartmanns über das Rosenkreuzer-tum (Arb. S. 52) Hauten've, Ernest de: Le merveilleux au 18me siecle. - o.O., o.J., + S. 217 - 226 (lt. Wolfstieg: Bibliogr. d. freimaurer. Lit.) Haven, Marc: UmaTtre inconnu Cagliostro. - Lyon : Derain, 1964. - Heindel, Max: Die Weltanschauung der Rosenkreuzer. - Leipzig, 1921. +T7 433 (ff.) ? Hutin, Serge: L'alchimie. - Paris : P.U.F., 1966. - Hutin, Serge: Les Franc-Magons. - Paris : Ed. du Seuil, 1959. -|Te temps qui court ; 19) Hutin, Serge: Les societes secretes. - Paris : P.U.F., 1966. - Kock, Christian: Volks- und Landeskunde der Landschaft Schwansen. -Heidelberg : Eckardt, 1912. - X, 639 S.: 111. Langeveld, L. A.: Alchimisten en Rosekruisers. - Amsterdam : Schors, 1980. - Lecanu (Chanoine, auch Abbe gen.) Auguste Francois: Dictionnaire 3eT propheties et des miracles. -Vol. 1 - 2'. - Paris, 1852. -+ Vol 2, S. 846 (ff?) Le Couteulx de Canteleu, Jean-Baptiste-Emmanuel-Hector (Comte) de: Les sectes et socTetes secretes, politiques et religieuses : essai sur leur histoire depuis les temps les plus recules jusqu'ä la Revolution francaise. - Paris : Didier, 1863. -+ S. 169 - 193. Le Forestier, Rene: La franc. maconnerie templiere et occultiste. -Paris : Aubier, 1969. -
h Lenz, Eduard: Aufbruch zu religiöser Erneuerung : Briefe und Aufsätze. - Stuttgart : Verl. Urach-Haus, 1959. - 207 S. + S. 134 - 137 (bezieht sich auf Lektüre von Pierre L'hermier: L'enigmatique comte de St.-G.) Lenz (1901 - 45) war Priester der aus der A'nthroposo-phisehen Bewegung hervorgegangenen Christengemeinschaft und (in diesem Sinne)Schriftsteller. Bemerkenswert gerade durch seinen nicht predigthaften und intuitiven Stil. Le Roy, C. G.: Louis XV et Madame de Pompadour. - (Ed. A. Poulet -Malassis. - Paris, 1876. -? fraglich, was für eine Art von Text. Levi, Eliphas: Histoire de la Magie (oder Histoire de la Raute Magie). - Paris, 1860. - + S. 419 (wahrsch. ff.): Expertenhaftes Werk des Alphons Louis Constant, der unter dem Pseudonym Eliphas Levi einer der berühmtesten ausübenden Magier der Moderne war und bleibt. Keinesfalls zu verwechseln mit einem darstellenden "Zauberkünstler", obwohl es auch bei ihm an Hokuspokus nicht fehlte. Magre, Maurice: Magiciens et illumines. - Paris : Fasquelle, 1930. Magre, Maurice: Maghi e Illuminati nei secoli..[u. a.'"Il Conte ~~3T San Germano". - In: Lumen, (Mailand), 1 (1945),'S. 221 ff. Offensichtlich eine übers, des vorstehenden Titels. Marie!, Pierre: Les Franc-Macons. - Paris : C.A.L., 1969. - Marquiset, Alfred: Le marquis de Marigny (1727 - 1781). - Paris : Emile-Paul, 1918. -+ S. 86 (ff?) Montloin, Pierre ; Bayard, Jean-Pierre: Les Rose-Croix. -PTrTs" : C.A.L., 19717"- Mounier, J.J.: De l'influence attribuee aux Philosophes, aux " FFanc-Macons et aux Iliumines sur la Revolution de France. - Tübingen, 1801. - 0'Byrn, F. A.: Camillo Graf Marcolini : eine biographische Skizze. - Dresden, 1877. - (Marcolini war der Abgesandte, der vom Dresdner Hof zu St.-G. geschickt wurde, um bei ihm wegen eines überlassens seiner "Geheimnisse" zu sondieren). Oppeln-Bronikowski, Friedrich von: Abenteurer am preußischen Hofe 170t) - 1880. - Berlin : Paetel, 1927. -(Lt. Reg. DBV 15: "Lebensbeschr. von ... fu.v.a.J St.-G.") Pinette, J.: Alchimie und Freimaurerei. - In: Weserztg., Bremen, TT9TJ5) ; Z. 38, 1907 - 1908, S. 238 - 243 (so in Wolfstieg: Bibliogr., 42170)
Pope-Hennessy, Una: s. Una Birch ? Ribadeau-Dumas, Francois: Cagliostro. - Paris : Arthaud, 1966. Ribadeau-Dumas, Francois: Les magiciens de Dieu. - Paris : Laffont, 1970. - 5 Rosen, Paul: Aujourd'hui et demain : les evenements devoiles par un ancien Rose+Croix (so geschrieben!). - Paris : Blond & Barral , 1890. -(eigentl. Samuel Paul Rosen). Dieser, der folgende und vermutl. auch noch andere, nicht aufgeführte, Titel Rosens gehören zum Typus der von einem Abtrünnigen geschriebenen Enthüllungsschriften, die über tatsächliche oder vermeintliche Aktionen und Organisationen von GeheimgesellSchäften aufklären wollen. Rosen, Paul: La Franc-Maconnerie, histoire authentique des societes secretes depuis les temps les plus recules jusqu'ä nos jours : leur role politique, religieux et social par un Ancien Rose-Croix. - Paris : Blond, 1883. -+ 1 kl. Kap. über St.-G. ' Saint-Fei ix, Jules de: Le merveilleux au 18eme siecle. -Paris? 1854. - i. frz. Bibliogr. und BN nicht ermittel; Zf.-Art.? (Titel v. Ceria/Ethuin). Saint Rene Taillandier, (?): Un prince allemand du 18e siecle. -In: Revue des deux mondes, Paris, Dez. 1865 u. Febr. 1866. - Samaran, Charles: Jacques Casanova. - Paris, 1914. - (2. ed. 1931) Saunier, Jean: Les Franc-Macons : essai psycho-sociologique. -PTFTs : C.A.L. et Grasset, 1972. - ? Schneider, Wilhelm: Geistsucher und Gottesfreunde : histo- Fische Miniaturen. - Stuttgart : Verl. Urachhaus, 1953. -133 S. u.U. ein Kap. über St.-G., (identisch mit Schneider-Titel in G a?) Schnittger, C. N.: Erinnerungen eines alten Schleswigers. -27~ä7jTT. / hrsg. von H. Philippsen. - Schleswig, 1904. -(1. Aufl. 1890) Schrödter, Willy: Geschichte und Lehren der Rosenkreuzer. -Vilfäch : Stadler, 1956. - Schure, Edouard: Die großen Eingeweihten. - Leipzig, 1922. -
+ Schwartz, Otto: Die freimaurerischen Anlagen im Park des Schlosses Louisenlund. - Kiel, 1975. - 39 S.: 111. -(Sonderdr. aus d. Jahrb. 1975, Nr. 12, der Forschungs¬loge "Qüator coronati", Bayreuth); mit Lit.-Verz. u. Anführung von Personennamen u. Archiven, wichtig für jemand, der direkt an die Quellen gehen will. Ausgiebige Schilderung mit Abb. und Plänen von Zer¬störtem u. noch Bestehendem an einer der Wirkungs¬stätten St.-G's und Karls von H.-K. Seligmann, Kurt: Das Weltreich der Magie : 500 Jahre ge- heime Kunst. Stuttgart : DVA, 1958. - (Nachw. G. F. Hartlaub) Deutsches Standardwerk über das im Titel genannte Thema, auch i. internat. Lit. stets zitiert. Villermont, Carlos de: Le comte de Cobenzl. - Paris : Desclee, 1925. -+ S. 136 (ff?) Waite, Arthur Edward: History of magic. - (Übers, von ETiphas J_evi: Histoire de la Haute Magie) Weber, Carl: Geschichte der Neuzeit. - 3. Auf. - o.O., 1865 + S. 465 - 476 + Wilson, Colin: Fremde, unbekannte Mächte. - Dt. Erstausg. - Frankfurt am Main (u.a.) : Ullstein, 1980 - 155 S.: 111., z. T. färb. - (Ullstein-Buch ; Die Welt des Übersinnlichen ; 3720). - Engl. Originalausgabe: Mysterious powers, 1975.- + S. 81 i. Kap. "Die Magier", W., der St.-G. im ganzen negativ sieht, schildert ihn als einen "Mann von dominierender und mächtiger Persönlichkeit, mit der für einen Magier typischen Neigung zur Kühnheit und dem Wunsch, in Erstaunen zu versetzen"; interessant ist die Bemerkung, er sei vor Paris in Wien gewesen. Außerdem S. 102 ganzseitige färb. Abb. aus "La tres sainte Trinosophie" (Manuskr. Bibliotheque des Troyes) m. erl. Text. - + j^Tlson, Colin: Das Okkulte. - Berlin ; Schlechtenwegen : Marz-Vl., 1982. - 858 S. - Engl. Originalt.: The Occult 1971. - + S. 449 ff. (2. Teil, Kap. 5: "Adepten und Hoch¬stapler") W. stellt St.-G. nicht nur negativ dar, sondern auch diminutiv; er hätte keinerlei okkulte Fähigkeiten be¬sessen und sei im Grunde nichts als ein Taschenspieler gewesen, im Gegensatz zu dem begnadeten Cagliostro. Nun mag dieser wirklich mit besonderen Gaben versehen gewesen sein, aber gewiß ist, daß er unter anderem auch eindeutig kriminelle Dinge getan hat. - Die "Legende von dem geheimnisumwitterten Mann" St.-G. (so Wilson) würde bei näherer Betrachtung mit einem hohlen, leeren Knall platzen (S. 454). Das tut sie meiner Meinung nach aber nur, wenn man vorher auf sie genügend hereingefallen ist. Immerhin räumt W. ein, daß St.-G. in seinem Jahrhundert um sein überleben habe kämpfen müssen, und er gesteht ihm unter anderem zu, er sei "ausgezeichneter Linguist" gewesen und wäre heutzutage "ein hervorragender Chemiker" geworden, Er gibt aber auch der Vermutung Ausdruck, St.-G."hätte sich seine Eloquenz im Bereich des Fernsehens zunutze gemacht." Wittemans, Frans: A new and authentic history of the Rosi-crucians. - London, 1939. -Übers, der "Histoire des Rose-Croix"?
c) Umfeld Für diese Kategorie gilt das Umgekehrte wie für die vorherge¬gangene Auflistung: es mögen sich hier Titel verbergen, in denen Saint-Germains durchaus mit direkten Worten gedacht wird. Wenn die Hinweise auf die zitierten Abhandlungen aber allzu allgemein gehalten waren, habe ich diei-e bis hierhin weiterge¬schoben. Alleau, Rene: Les societes secretes. - Paris : Retz (?), 1963. -Alleau ist Herausgeber der"Trinosophie" (s. Werke von St.-G.). Anderson,Matthew Smith: Eighteenth Century Europe. - London, 1966. Anderson, Matthew Smith: Europe in the eighteenth Century. -London, 1961. -(Beide Titel nicht identisch!) Bugge, K. L.: Det Danske frimureries historie. - Bd. 1 - 2. -Kopenhagen. - 1. Indtil aar 1765. - 1910. - 2. Indtil det Svenske Systems indfoerelse. - 1927. - Burckhardt, Titus: Alchimie, Sinn und Weltbild. - Ölten ; Freiburg n~B>77 1960. - Cadet de Gassicourt, Charles-Louis: Le tombeau de Jacques Molai. -2. ed. - Paris, 1895 (?, in BN o. J.) Cagliostro, (Alessandro di): Confessions du Comte de Cagliostro. -Kairo (??) ; Paris, 1787. - (Lt. BN: "En Kaire") Diese Mgjnoiren, wie alles, was von seiner Hand stammen soll, sind höchstwahrscheinlich genauso unecht wie der Grafentitel, den Guiseppe Balsamo sich zugelegt hat und der Name Cagliostro selbst. (Jemand, der auf den Spuren eines 'Grafen von Saint-Germain' ist, wird ihm diese Anleihen aus dem Imaginären aller¬dings kaum vorwerfen können). Was diese Memoiren von anderen unechten unterscheidet, ist allerdings die Tatsache, daß sie
vermutlich mit der vollen Absicht publiziert wurden, Cagliostro zu schaden. Cagjiostro, (Alessandro di): Graf Cagliostro, der König der Kuppler und Schwarzkünstler. - Berlin, 1912. -(Vermutl. eine übers, seiner "Memoiren") Cagliostro, (Alessandro di): Memoires autenthiques. - o.O., 1786. -(Vgl. ersten Cagliostro-Titel) Canseliet, Eugene: L'alchimie. - Paris : Pauvert, 1964. - Cantu, Cesare: Italiani illustri. - Vol. 1 - 3. - Mailand, 1373 - 1874. - (Angegeben bei I. C. Oakley; bezieht sich wahrscheinlich auf Francesco Algarotti). Capefigue, Jean-Baptiste-Honore-Raymond: Louis XV. et la societe du 18e siecle. - Vol. 1 - 4. - Paris, 1842. - Capponi, C: Memorie della famiglia Medici. - ? ? (Nichts weiter ermitteln können; Titel wäre vielleicht sehr auf¬schlußreich) . ? Chetteoui, Wilfried Rene: Cagliostro et Catherine II. -Paris, 1947. - Choiseul, (Duc de): Ma liaison avec Mme. de Pompadour. In: Revue de Paris, 15.5.1899. Encausse, Gerald: s. £apus (Pseud.) Ettailla, (o. Vorn., Pseud. v. Alliette):Les sept nuances de lroeuvre philosophique hermetique. - (Lt. BN o.O. und o.J.) Falsten, Knud: En central sikkelse irrienfor det danske kongehus og de danske frimureri Prins Carl af Hessen-Cassel. -Aalborg, 1972. - Friis, Aage: Die Bernstorffs. - Bd. 1 - 2. - Leipzig : Weider, 1905. Gaxotte, Pierre: Le siecle de Louis XV. - Paris : Fayard, 1933. -Dt. Übers.: Ludwig XV. und sein Jahrhundert. - München, 1954. - Gershoy, Leo: L'Europe des princes eclaires 1763 - 1789. -PITTS, 1966. - Gershoy, Leo: From despotism to revolution. - New York ; London, 1953. - *"~ (übers, des vorhergehenden Titels) Guaita, Stanislas de: Le serpent de la Genese. - Premiere septaine (livre I): Le temple de Satan. - Paris, 1915. -(Guaitas "Essais des sciences maudites", 2.) (So lt. NUC; von Heim als "Le temple de Satan" zit.; in BN noch unklarer)
Hesekiel, Georg: Französische Hofgeschichten. - Berlin : Wagner, im: Hilscher, Christian Gottlieb,(Hrsg): s. Taschenbuch für Alchymisten ... ~~ Hörn, J. E.: Franz Rakoszy II, Fürst von Ungarn und Sieben- bürgen (1703 - 1711) : ein histor. Charakterbild. - 2. Aufl. -Leipzig : Wigand, 1861. - (1. Aufl. 1854) Werk o. Reg. Kneisner, Friedrich: Landgraf Carl zu Hessen und seine Wirksam-keit in der deutschen Freimaurerei. - Berlin, 1917. - Lafue, Pierre: La vie quotidienne dans les cours allemandes äü 18e siecle. - Paris, 1963. - Lantier, Jacques: La Theosophie. - Paris: C.A.L., 1970. - La Tremouille, Louis de: Mon grandpere ä la cour de Louis XV. Paris, 1904. -Gemeint ist Choiseul. Matter, Jaques: Saint-Martin, le philosophe inconnu. - Paris : DTd~ier, 1862. - Maxwell, Joseph: La magie. - Paris : Flammarion, 1922. -(Keine übers., da BN und NUC nur frz. Titel angeben) Montfaucon de Villars, (Abbe) Nicolas-Pierre-Henri: Le comte de Gabalis. - Paris : La Colombe, 1961. - Papus (o. Vorn., Pseud. v. Gerald Encausse): La Cabale. - Paris : [Jängles, 1969. - (Neuere Aufl.) Dt. Übers. Leipzig : Altmann, 1910. - + Pauwels, Louis ; Bergier, Jacques: Aufbruch ins dritte Jahrtausend : von"de? Zukunft der phantastischen Vernunft. - Taschenbuchausg. - München : Goldmann, 1979. -546 S. Frz. Originalausg.: Le matin des magiciens. - Paris, 1960. -(Vgl. Hinweise im Text) Peyrefitte, Roger: Les fils de la lumiere. - Paris : Flammarion, " P. ist als moderner und sehr geschickter "Enthüllungsschrift-steller"Derühmt und berüchtigt; hier geht es um die Frei¬maurerei . Picard, Rene ; Kerneis, V). P. ; Bruneau, Y.: La Compagnie des fncles : (la route de la porcelaine)T - Grenoble, 1966. -(Bibliotheque historique ; 7) Pranz, Erna: Die Geschichte Louisenlunds : 25 Jahre Stiftung Cöuisenlund. - Louisenlund, 1974. - Ribadeau-Dumas, Francois: Histoire de la magie. - Paris : Productions de Paris, o. J. Rony, Jerome-Antoine: La magie. - Paris : P.U.F., 1963. - Saint-Germain, Claude-Louis de: Correspondance particulie>e. -Vol. 1-2. - London, 1789. - (Mit Lebensbeschr.) Saintville, M. G.: Madame du Haussay des Desmaines. - Paris : Boivin, 1937. - Scharff, Alexander: über die Freimaurerei in Dänemark und Schleswig-Holstein und ihre Beziehungen zu der Freimaurerei in Deutschland. - Zirkelkorrespondenz der GLLdFvD, Berlin, Heft 17/1949. - (So bei 0. :Schwartz, in diesem Abschn.) Sede, Gerard de: Les Tempiiers sont parmi nous. - Paris : Duillard, 1962. - Ein wichtiger Hinweis, den ich fast unterschlagen hätte: St.-G. wird außer mit Freimaurern und Rosenkreuzern auch mit den Illuminaten in Deutschland in Verbindung gebracht; vor allem aber mit den Tempelrittern (die es als Orden heute noch oder wieder gibt). Stahl, August: Rilke-Kommentar zu den "Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge". - München : Winkler, 1979. - Taschenbuch für Alchymisten, Theosophen und Weisensteinforscher, die es sind und werden wollen"/ Hrsg. vö~n Chris11an Gott!ieb~ Hilscher. - Leipzig, 1790. - Vaussard, Maurice: La vie quotidienne en Italie au 18e siecle. -"Paris, 1959. - Ziegler, Gilette: Nicolas Flame!. - Paris : Grasset/C.A.L., 1772:. - (Histoire des personnages mysterieux et des societes secretes) Flame! war Magier, Goldmacher und Vorläufer der Rosen¬kreuzer im Mittelalter.
Werke der Fiktion (ohne Ansehen des Raumes, den St.-G. einnimmt + Balzac, Honore de: Katharina von Medici. - übers, v. Paul Hansmann. Hamburg : Rowohlt, 1955. -+ S. 447 f., in Teil "Vertrauliche Mitteilungen der Brüder Ruggieri" (i. dt. Ausg. keine weiteren Unter¬teilungen, i. Ggs. z. Original) Frz. Originalfassung: s. Folgetitel + Balzac, Honore de: Sur Catherine de Medicis. - In: La comedie Fümaine / Etudes philosophiques, Ausg.: Oeuvres completes de Honore de Balzac. - Paris, 1906. - Bd. 2. - II, 410 S. + S. 416, 2e Parie: Le secret des Ruggieri, V.: Les alchimistes. Eigentlich hat diese ganze, fast 500 Seiten lange Er¬zählung überhaupt nichts mit dem Grafen von Saint-Germain zu tun, wie man sich an Hand da"historischen Daten leicht denken kann. Erst auf der letzten Seite des historischen 2. Teils (der 3. schildert einen Traum) vollzieht Balzac die überraschende Wendung zu ihm hin. Vorher hatten die alten Brüder R. in Verteidigung ihres Lebens die von mir im Text nur äußerst gerafft wiedergegebenegeradezu ani-mistische Entwicklungslehre vor dem König von Frankreich (Karl IX) ausgebreitet. (Ein besonderer Kunstgriff Balzacs ist noch, daß die Brüder ihre Darlegungen anschließend unter sich augenzwinkernd als Kniff bezeichnen, mit dem sie lediglich ihren Kopf hätten retten wollen.) Ganz unver¬mutet sagt Balzac dann, die beiden hätten als Schüler den "berühmten" Grafen von St.-G. gehabt, dem sie übrigens auch die Hofanekdoten aus ihrer Zeit mitgeteilt hätten. Er sei der letzte der Alchimisten gewesen, der am besten diese Wissenschaft hätte erklären können; aber er hätte nichts geschrieben. Und: "La doctrine cabalistique exposee dans cette Etüde procede de ce mysterieux personnage".-Ganz zum Schluß gibt er dem Grafen noch einmal das Wort. Was seien fünfzig Generationen, sinniert er dort, wenn man die Mysterien des Lebens ergründen wolle. Barnum, Phineas Talyor: The humbugs of the world (Bibliogr. Ang. sTlfoschn. G b) Inzwischen bin ich in Zweifel geraten, ob er wirklich hierher in die Belletristik gehört. Vermutlich hat er doch eher St.-G. in dem professionellen Erfahrungsbericht eines Schaustellers als Kollegen vereinnahmt. Bibra, Ernst von: Tzarogy : Roman. - Bd. 1 - 3. - Jena : Costenoble,
Bühler, Paul: Der Weltenwanderer : ein Drama um Graf Saint Germain in einem Vorspiel und 7 Szenen. - 3. erw. Aufl. -Dornach (Schweiz). - Literar. Verl., 1964. - 86 S.-(Auch über 'Schweizer Buch1 frühere Aufl. nicht erm. können). Wie man am Verlagsort unschwer erkennen kann, ein anthro-posophisches Werk, das auch im Kap. "Esoterisches Schrifttum" seinen Platz hätte finden können. Bulwer-Lytton, Edward: Zanoni Direkt taucht St.-G. hier zwar nicht auf; lt. A. Lang und P. Chacornac geht es jedoch um denselben Typus, lediglich unter einem anderen Namen. Capendu, Ernest: Le Comte de St. Germain. - Paris, 1845. - (Roman) + Dannenberg, Willibald: Der Graf von St. Germain : ein Abenteurerleben aus dem achtzehnten Jahrhundert. -Berlin : Voegels, 1920. - 177 S. Ein Roman, ohne sich so zu nennen, allerdings ein Titel, der vielleicht auch unter den Monographien stehen könnte. Nach Quellen gearbeitet (auch etliche Hinweise auf Zeug¬nisse im Text) unter Verquickung von erzählerischen, er¬fundenen Partien mit übernommenen Berichten (einmal sogar mit einer literar. Vorlage). Nicht zu verachten, trennt aber die Legende nicht genügend von der Realität, die denn doch punktuell vorhanden ist. Dumas pere, Alexandre: ? ET geht das Gerücht, auch der ältere D. habe die Gestalt des Grafen irgendwo verwendet, ich konnte aber nicht bis auf den Grund gelangen. Dupeuty, (Charles-Desire) ; Fontan, (Louis-Marie): Le comte de Saint-Germain : piece en trois actes, melee de chants ; (representee sur le theatre national de Vaudeville le 27 sept. 1834, - Paris : Marchant, 1834, - (Le Magasin theatral ; 4) Wie man sieht, läßt sich aus dem Sujet ein Vaudeville-Stück genauso machen wie ein Mysteriendrama. + Elbe, A. v. d.: Brausejahre : Bilder aus Weimers Blütezeit. -In: Die Gartenlaube : illustriertes Familienblatt. -Leipzig : Keil, Jg. 1884, ab S. 373, mit Unterbrechungen. Ein reiner Kolportageroman in Fortsetzungen, der merk¬würdigerweise ganz ernst genommen wird (sogar, wie schon erw., von P. Chacornac). Liegt es an den historisch be¬glaubigten Mitwirkenden? St.-G. ist dort ein Gegenspieler -" Goethes! (Johann Wolfgang), dem er bös intrigant seine Position am Weimarer Hof streitig zu machen sucht bei weitreichenden politischen Plänen im Dienste noch finstrerer Mächte. Für den Herzog Karl August inszeniert er eine Art sittsam gemilderter Peep-Show im angeblichen Hörselberg, und die Schauspielerin Corona Schröter, auch sie ja nicht eben eine ganz und gar erfundene Person, wird seine Zwangsgemahlin. Nicht absolut ungeschickt, aber was die historischen und psychologischen Realitäten be¬trifft, eine Klamotte. -
Farrere, Claude: La maison des hommes vivants. - Paris : Flammarion. 1940. - Henninger, Friedrich: Der Graf von Saint-Germain : Schauspiel in 5 Aufz. - München : Salesianer-Verl., 1927. - 67 S> -(Jugendbühen ; 7) + Hugo, Victor: Ruy Blas : Drama Würde nur zählen unter der Voraussetzung, daß man die Theorie anerkennt, nach der Saint-Germains Mutter Maria-Anna von Neuburg-Pfalz ist. In diesem Fall wäre seine Mutter die weibliche Hauptperson dieses Stückes, jedoch noch zu der Zeit, da sie Königin von Spanien war. - Ein Edelmann des Hofes, von ihr zurückgewiesen, will sich rächen, indem er einen seiner Lakaien, der sie liebt, als Ebenbürtigen ausstaffiert und die Leidenschaften wie Kegelkugeln in Bewegung setzt. Es rollen dann zwar keine Köpfe, aber es fließt Blut. Der unglückliche Held, Ruy Blas, entleibt sich, nachdem er der Königin alles gestanden hat. Sie bleibt seelisch versehrt übrig. - Das alles ist reine Fiktion, auch in den psycho¬logischen Voraussetzungen; und St.-G.'s potentieller Vater findet in dem Drama gar keine Existenz. Jensen, Wilhelm: Die Wunder auf Schloß Gottorp : ein Gedächtnis-bTätt aus dem vorigen Jahrhundert. - Berlin, 1893. - Jezower, Ignaz (Hrsg.) s. Die Rutschbahn Kellen, Tony: Wundermenschen. - 1922. -? (Möglicherweise Monographie) + Kesten, Hermann: Casanova. - Ungek. Ausg. der 1959 redig. Fassg. der 1950 ersch. Originalausg. - Frankfurt am Main : Ull¬stein, 1981. - (Ausgew. Werke i. 20 Einzelbden.). - 451 S. (Ullstein-Buch ; 37 106) + 17 Stellen i. Namensreg. Gleichfalls ein Titel, den man bei den Monographien ein¬rücken könnte; da K. aber einen Namen als Romancier besitzt, fand ich seine Plazierung hier zutreffender. -Thomas Mann hat von diesem Buch gesagt, er hätte auf ihn gewirkt wie ein Kohlensäurebad, und mit dieser Anspielung auf Prickelndes ist die Einschätzung der handelnden Charaktere auch schon gegeben. Saint-Germain als lockerer Vogel. - + Knigge, Adolph (Freiherr) von: Benjamin Noldmanns Geschichte ^der Aufklärung in Abyssinien oder Nachricht von seinem und seines Herrn Vetters Aufenthalte an dem Hofe des großen Negus oder Priesters Johannes. - (Erstausg. 1791). -In: Der Traum des Herrn Brick : Essays, Satiren, Utopien. -2. Aufl. - Berlin : Rütten & Loening, 1979. - S. 101 - 425. + S. 108 - 110 u. S. 594 (Anm.). Fast noch größer als die Überraschung, dem Namen des Freiherrn von Knigge überhaupt zu begegnen, ist die, ihn in dieser DDR-Ausgabe als 'jakobinischen Schrift¬steller' bezeichnet zu finden (S. 50). "Benj. Noldmanns Geschichte..." ist eine satirische Betrachtung natürlich nicht abyssinischer, sondern europäischer Zustände, und der Wunderglaube bekommt auch sein Teil ab. Saint-Germain mit seinem Tee steht hier nur als ein Name für andere ,mehr. Der Vater des Helden kuriert sich an dem Gebräu zu Tode. Noch bezeichnender für den Stil dieser Satire ist, daß er vorher versucht, daraus ein kommerzielles Unternehmen zu machen und 'den ganzen Unterharz zu laxieren'; doch leider hätten die Patienten nicht Geduld genug gehabt, "so lange zu leben, bis die eigentliche Wirkung des Tees erfolgte", was seinen Vater in Konkurrenz zum Arzt der Stadt bringt, der ihn daraufhin beim Magistrat verklagt. + Koczian, Johanna von: Der geheimnisvolle Graf : neue Abenteuer mit Mark und Rhonn. - Ungek. Taschenbuchausg. - München : Heyne, 1979. - 189 S. - (Heyne-Jugend-Taschenbuch ; 241) Der Graf St.-G. wird von zwei Jungen in der Zeitmaschine besucht und ergreift dann seinerseits das Steuer, um mit ihnen zu Ort und Zeit des alten Ägyptens zu fliegen, da er (als Maler ) den bisher unerfüllten Wunsch hegte, die König-Jn Nofretete zu sehen. - Und hier gibt es nun eine ganz eigenartige Querverbindung: St.-G. besucht hier quasi als Lehrer der beiden Jungen das Nilland, während er in dem Roman Potockis (s.d.) als Schüler ebenfalls in der ägyptischen Antike, wenn auch weitaus später, in Alexandria aufwächst. - Saint-Germains Fähigkeit, Steine zu veredeln, wird hier außerdem sehr geschickt mit der Ausgangslage der Jetztzeit verwoben. Unterwegs nach Atlantis : ] Koczian, Johanna von:/phantastische Reise durch die Zeiten. -Serie des Zweiten Deutschen Fernsehens, die auf der Buchfolge beruht, zu der auch der obige Band gehört. Auftritt des Grafen bereits vor sich gegangen (Anqabe leider nur vom Hörensagen), (s. Zweites Deutsches Fernsehen) Kraft, Robert: Der Graf von Saint-Germain : Roman (in 60 Lfgn.). -NTedersedlitz-Dresden : Münchmeyer, 1910. - (Nicht genau festzustellen, ob im Ganzen als Buch erschienen; höchstwahr¬scheinlich Jugendschrift). + LaMothe-Langon, Etienne-Leon de: Le Comte de Saint Germain et ~" la Marquise de Pompadour / par Madame D., auteur des Memoires d'une femme de qualite et de la Duchesse de Fontange. - T. 1 - 2. - Paris : Lecointe u. Pougin (u.a.), 1834. - T. 1: 410 S. - T. 2: 390 S. Von der vorgespielten Verfasserschaft war oben schon die Rede. Immerhin tut L.-L. hier nicht expressis verbis so, als ob sein Werk ein Tatsachenbericht wäre. Es ist auch romanhaft genug. Zur Abwechslung wird Mme. Pompadour ein¬mal seine Gegnerin. Sie hat mit ihrer Tochter Großes vor, jedenfalls Größeres, als den Enkel des Grafen von Saint-Germain zum Schwiegersohn zu bekommen. Beide bekämpfen sich bitter, um Familie und Stand zu retten. Der (historisch wahre) frühzeitige Tod der Tochter der Madame P. bringt das resignative Ende. - St.-G. ist hier halb Spinne im Netz, halb Opfer der Großen, und das macht die Darstellung Lamothes trotz aller Sensationshascherei fast sympathisch und glaubwürdig.
+ Lenz, Eduard: Aufbruch zu religiöser Erneuerung. -fBibliogr. Ang. s. Kap. G b) Gehört inhaltlich mehr hierher, obwohl der Titel formal zum Thema nur ein paar Tagebuchseiten enthält. Die in ihnen niedergelegten Reflexionen über St.-G. sind neben Rilke - und dann schon mit etwas Abstand Lernet-Holenia -das in der Intuition Stärkste, was über den Grafen ge¬schrieben wurde. + Lernet-Holenia, Alexander: Der Graf von Saint-Germain : Roman. Vollst. Ausg. - München (u.a.) : Droemer Knaur, 1980. -159 S. (Erstausg. 1948) Vorbemerkung und div. Stellen (s. a. meinen Text). -Obwohl St.-G. in diesem Roman mehr in den Rahmen gehört, wird innerhalb der Handlung mehrere Male auf ihn zurück¬gegriffen. Dies geschieht halb reflektiv, denn von einer agierenden Person kann man bei ihm in diesem Werk nicht direkt sprechen. Der Gedanke an ihn setzt Dinge in Gang. -Für das Werk ist überhaupt eine Zwischenweltlichkeit be¬zeichnend. Die äußere Realität bildet das Wien des 20. Jahrhunderts, aber die Umwelt des Grafen von St.-G. greift dort mühelos mit ein; zwar auch genetisch, aber nicht nur. In religionsphilosphischen Gedankengängen bewegt man sich noch weiter fort, bis zur Zeit des Jesus Christus, doch das fiktive Manuskript, aus dem der Roman besteht, endet schließlich als Dossier bei der Gestapo. (Erstausg. 1948) Linden, Ernst von: s. Karl May: Ein Fürst des Schwindels May, Karl: Ein Fürst des Schwindels / nach authentischen Quellen von Ernst von Linden (= Karl May). - In: Deutscher Hausschatz 6 (1879/80). - Regensburg ; New York ; Cincinatti : Pustet. - später als "Das Zauberwasser" in folg. Titel: + May, Karl: Das^auberwasser. - In: Das Zauberwasser und andere Erzählungen. - (Karl May's Gesammelte Werke, Bd. 48) Bamberg : Karl-May-Verl., 1979. - (Erstveröff. u. d. T.: 1927), S. 5 - 87 St.-G. im chauvinistischen Sinne K. M.'s ganz welscher Finsterling, der an seinen eigenen Machenschaften zu¬grunde geht. In dem Versuch, sein deutsches Publikum zu betrügen, stirbt er polternd den Bühnentod, indem er sich selbst eine Kugel durch den Kopf jagt, deren unge¬fährliches Gegenstück eigentlich seine vermeintliche Unsterblichkeit hätte beweisen sollen. Nerval, Gerard de: Les Illumines. - (In div. Werkausg.)
Oettinger, Eduard Maria: (Graf) Saint Germain. - (Auf der Haupttitelseite ohne "Graf"). - (Wahrsch. 18 Aufl.). -Leipzig : Reclam, 1846. - 316 S. (Wohlfeile Unterhaltungs¬bibliothek ; 41 - 43). Ein Verfasser, über den man sich seitenlang aufregen kann. Aber ich glaube, ich habe mich im Text schon ausreichend abreagiert. - Es ist dennoch bezeichnend für die Schlamperei dieses Superbibliothekars, daß der richtige und volle Titel seines Romans erst vor dem 1. Kapitel erscheint und an der eigentlich dafür vorgesehenen Stelle nur verkrüppelt wiedergegeben ist. Der Roman erschien bei seinen Lebzeiten, und in seiner Position als Verfasser einer dickleibigen Bibliographie hätte er sicherlich etwas dagegen unter¬nehmen können. - Die Unsauberkeit Oe.'s macht sich auch darin bemerkbar, daß er, wie sein unrühmlich bekannter Schriftstellerkollege Lamothe-Langon, es in der Schwebe läßt, ob seine Hervorbringung als Tatsachenbericht zu werten sei oder als pure Fiktion. Letzteres ist sie sicherlich. St.-G., bei ihm ganz Schwarzkünstler, kauft sich eine Frau, Angioletta, (daher die erwähnte Notwendig¬keit, ihm einen Vornamen geben zu müssen) und gerät mit ihr und durch sie in die wildesten Verstrickungen durch das Paar Louis XV/Pompadour. Als Diabolus ex machina tritt dann auch noch Casanova auf und raubt ihm sein Weib. Leidenschaft, Verwirrung, Tod. - Saint-Germain verschwindet und taucht dann irgendwann im 19. Jahrhundert wieder auf - in einem Billardsalon. Sehr komisch ist Oe's Bibliographenmanie, an jeder dramatischen Stelle altmodische Buchtitel mit genauen Angaben und Kommentar anzuführen, die die jeweils an¬stehende Sinnesverwirrung wissenschaftlich gründlich behandelt haben, z. B. den Kuß. Aber vielleicht fehlt mir nur der Sinn dafür, daß Oettinger ein wirklicher Ironiker war. - Potocki, Jan: Die Abenteuer in der Sierra Morena oder die Handschriften von Saragossa ; Roman. - 2 Bde. - 4. Aufl. -Berlin ; Weimer : Aufbau-Verl., 1981. - Bd. 1: 479 S., Bd. 2: 474 S. - Frz. Originalausg.: Manuscrit trouve ä Saragosse", ge¬schrieben jedenfalls vor 1815 (Potockis Sterbejahr). Im Deutschen bekannter unter d. Titel: "Die Handschrift von Saragossa". Vermerk des Verlages:"Für die frz. nicht belegten Teile des Textes wurde e. übers, aus d. Polnischen benutzt". In des polnischen Edemannes Roman sind die Erzählungen ineinander verschachtelt wie die russischen Holzpuppen in der Puppe. Ein Strang läuft über sieben Stationen. Eine kabbalistisch bedeutsame Zahl, und um Kabbalistik geht es unter anderem in dieser Geschichtenkette auch, dazu um Geister, zwei verweste Gehenkte,Religionsge¬schichte, Arithmetik, die Inquisition und Gehörnte. Es fehlt nichts, was einem im Spanien des 18. Jhs. nicht hätte begegnen können; dazu noch die Dioskuren, Kleopatra und auch der ewige Jude. Mit ihm zusammen wächst der Knabe Germanus auf, der sehr viel später als 'Chevalier' de Saint-Germain dann kabbalistische Kenntnisse besessen
haben soll (Potocki war sein Zeitgenosse). Dieser Aus¬blick auf die Zukunft des Knaben wird aber nur in einer Bemerkung getan. Er verschwindet nach einigen Erzähl -folgen wieder. In ihnen genießt er, zusammen mit seinem Kindheitsgefährten, zunächst die Belehrungen eines ägyptischen Priesters und wird dann Christ. Da der Ewige Jude immer dann verschwindet, wenn er in der Erzählung seiner Lebensgeschichte sich der tragischen Episode nähert, um deretwillen er seine endlose Wander¬schaft antreten mußte, verliert der Leser auch Germanus wieder aus den Augen.Zum Schluß erfährt man, daß der 'Ewige Jude1 sowieso unecht war. Puschkin, Alexander Sergejewitsch: Pique Dame. -Erz. geschr. 1833; diverse Ausgaben. St.-G. sehr leicht zu finden, da die Erzählung sehr kurz ist, und er auch ziemlich am Anfang erscheint. "Erscheint" ist fast auch das richtige Wort, denn er tritt nicht eigentlich auf, hat aber dennoch eine ent¬scheidende Funktion. Dem späteren Opfer des (negativen) Helden, einer alten Dame, soll er zu seiner Zeit in Paris mit einem Kartenwundertrick zu viel Geld verholfen haben. Der junge Mann versucht nun, mit Gewalt in den Besitz dieses Kniffes oder dieser Offenbarung zu kommen. Aber er erreicht letztlich nureins: Pique Dame stößt ihm ins Herz. Rilke, Rainer Maria: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids BTigge. - In: Sämtliche Werke : Werkausgabe. 6. - 10. Tsd. -Bd. 11. - Frankfurt am Main : Insel-Verl., 1976. S. 709 - 978. -St>-G. S. 847 - 850. "Der Mensch" Saint-Germain wird hier wesentlich. Abge¬hoben von den Realitäten, ohne sich aber von ihnen zu lösen, werden bei Rilke die vermeintlichen Schwächen St.-G.'s gerade zu Stärken. Die Geschichtenerzahlerei verwandelt sich in das Charakteristikum, "daß er an die Vergangenheit nur glaubte, wenn sie in ihm war." Der Graf Brahe teilt mit, er hätte einmaTzugehört, wie St.-G. seinem Vater Persien schilderte, und ihm sei manchmal, 'als röchen ihm immer noch die Hände davon'. Aus dem angeblichen Schwarmgeist macht R. eine Person, deren Kennzeichen gerade höchste Konzentration war. Aber: "Er hätte gut mit einer Wahrheit leben können, dieser Mensch, wenn er allein gewesen wäre." Die Rutschbahn : das Buch vom Abenteur / hrsg. von Ignaz Jezower. -Berlin (u.a.) : Bong, 1922. - Sand, George: Consuelo (: Roman). - 8 Bde. - Paris : Potter, 1843. Szittya, Emil: Klaps, oder wie sich Ahasver als Saint Germain entpuppt : Roman. - Postsdam : Kiepenheuer, 1924. - Nendeln/ Liechtenstein : Kraus Repr., 1973. - 230 S. - (Bibliothek des Expressionismus). . Siehe die Beziehung St.-G. - Ewiger Jude(= Ahasverus) bei Potoc
+ Tetzlaff, Irene: Der Graf von Saint-Germain : Licht in der Finsternis. - Stuttgart : Mellinger, 1980. - 368 S.: II Trotz des Literaturverz. und der Angabe von Archiven mit Bedacht hierhergesetzt, denn es ist weitaus mehr ein ge¬staltetes Werk der Vorstellungskraft als ein dürrer Tat¬sachenbericht, wenn auch Fakten zuhauf geboten werden, (s. auch die Angaben im Text.) + Winckelmann, Joachim: Der Elf mit dem blauen Helm. - ßüdingen-Gettenbach : Lebensweiser-Vl., 1958. - 112 S.-Vielleicht soll der Name des Verfassers ein Omen sein, dieser Roman beginnt und endet jedenfalls mit einer Art Glück im Winkel. Dazwischen liegt jedoch die Französische Revolution, in der diesmal der Graf, unbekümmert um die ihm historisch zugemessenen Lebensdaten, als Deus ex machina und Retter in höchster Not eingreift. (Der Elf ist nur ein Helfergeschöpf). Unser besonderes Interesse verdient diese Geschichte da¬durch, daß der beglückte Held Bibliothekar ist. Zweites Deutsches Fernsehen: Serie "Unterwegs nach Atlantis : phantastische Reise durch" die Zeiten". - Nach einer Buch¬folge von Johanna von.Koczian, zu der auch "Der geheimnis¬volle Graf" gehört (s. Joh. v. K..). - Drehbuch: Ota Hofman.
I. Esoterisches Schrifttum Versammelt sind hier Schriften, die nur noch sehr vage oder über¬haupt nicht mehr mit dem historischen Saint-Germain zu tun haben. Bleibt bei den Gründungsmüttern der Theosophischen Gesellschaft und deren Nachfolgern (Bailey, Blavatskaja, Besant, dazu auch Charls W. Leadbeater) diese Basis immerhin noch erkennbar, wird das historische Substrat bei einigen heutigen Kultgemeinden geradezu abgelehnt oder absichtlich verdrängt. Verzichten konnte ich auf Publikationen dieser Art schon des¬ halb nicht, da sie unbedingt zur Wirkungsgeschichte St.-G.'s gehören. - Die Folgen der von den Theosophen seit Ende des vorigen Jahrhunderts ausgehenden Wiederbelebungsbewegungen sind in ihren Folgen noch völlig unabsehbar. - Es versteht sich, daß ich nur zu einem Bruchteil des wirklich vorhandenen Schrifttums Zugang gefunden habe. Dies geschah mehr en passant, und man kann davon ausgehen, daß die Hauptmasse bibliographisch vermutlich überhaupt nicht erfaßt ist und zu erfassen sein dürfte. + Bailey, Alice Ann: Eine Abhandlung über die sieben Strahlen : esoterische Psychologie. - London (u.a.) : Lucis Pr. (Wahrsch. nur ersch.: Bd. 1 (1956). - Bd. 2 (1959). -Bd. 5 (1974). Bd. 1, 2. Aufl. (1976) Engl. Originalausgabe: A treatise on the seven rays (1936). Siehe hierzu Kap. "Nachleben" u. entspr. Anm.; A. A. Bailey entwickelt in ihren Büchern u. a. sehr in die Breite gehend Grundgedanken von Mme. Blavatsky. Hier ist nicht der Ort, diese zu diskutieren. Kritisieren darf man aber, daß, wenn schon auf historische Fakten zurückgegriffen wird, diese nicht bis zur Absurdität verdreht werden. So heißt es z. B. von St.-G., er hatte während seines damaligen Erdenwallens maßgeblich eine Rolle in der ungarischen Geschichte gespielt. Für sein historisches Dasein war aber doch gerade bestimmend, daß er dieses nicht konnte und durfte. - Hier werden die Dinge frag¬würdig. Man kann natürlich argumentieren, derartige Einzelfälle seien für drei und mehr dicke Bände, die sich mit dem spirituellen Schicksal der Menschheit be¬fassen, nebensächlich. In der Tat spielen sie auch im Rahmen der Werke keine Rolle. Nur sagt Mrs. Bailey aus, ihre Aufzeichnungen seien nicht etwa ihrer Phantasie entsprungen, sondern seien ihr von einem anderen der Meister (zu denen, wie gesagt, auch"Rakoszy" gehörte),
Koot Humi genannt, diktiert worden. Wie würden Angehörige der Theosophischen Gesellschaft (auch sie existiert heute noch) wünschen, daß man dies verstehen soll? War einer der allwissenden Meister doch nicht so allwissend, daß er über den früheren irdischen Lebenswandel eines Mitbruders Bescheid gewußt hätte? Oder hat Mrs. Bailey an dieser Stelle nur nicht genau hingehört? (Man kann das schließlich verstehen, wenn man ihre Bücher und die ihrer Ordensschwestern liest; es gehen einem Augen und Ohren über, ganz gleichgültig, ob man ihre Worte nur als persönliche Auslassungen oder als Offenbarungen ansieht. (Dem Sinne nach gelten diese Überlegungen für alle zitierten Schriften von Theosophen). + Bai 1 ey, Alice Ann: Initiation : menschliche und solare Ein-weThung. - 2. Aufl. - Genf : Lucis VI., 1970. - 236 S. -(1. Aufl. 1952; Engl. Originalt.: Initiation human and solar) Auch dieses Werk verkündet von den sieben Strahlen und der großen Hierarchie und ihrem Wirken. "Meister R."soll zur Zeit (der Abfassung) in den Karpaten sein Domizil haben. Bardon, Franz: (1911 - 1958; ein Tscheche) hat mehrere esote¬rische Werke geschrieben, von denen es auch Neuauflagen gibt, gehört aber nicht als Subjekt, sondern als Objekt hierher. Er soll, Magier und Adept, eine Verkörperung von Saint-Germain gewesen sein. In der Schweiz gibt es einen "Bardon-Kreis". Eine kleine Titelauswahl: a) Frabato : ein okkulter Roman, b) Der Schlüssel zur wahren Quaballah : der Quaballist als vollkommener Herrscher in Makro- und Mikro¬kosmos . Besant, Annie: Die Meister. - Leipzig, 1915. - Blavatskaja, Elena Petrovna ( = H. P. Blavatsky): A key to philosophy. - London, 1893. - (3rd ed. London, 1898). - Blavatskaja, Elena Petrovna: The secret doctrine. - Vol. 1-3 + Index. - London, 1893. - (3rd ed. 1 London, 1928); (Dt. Ausg., Bd. 1 - 4. - den Haag, 1969.-) + In Bd. 2, S. 721 - 723 soll sie über ein Werk Saint-Germains sprechen (Wittemans: A.a.O.: S. 150) + Blavatskaja, Elena Petrovna: The theosophical glossary. - London : Theosophical Pub!. Soc, 1892. - 389 S. - (Republ, Detroit : Gale Research Comp., 1974). Der Grund, weshalb St.-G. in diesem Glossar seiner Haupt-wiedererweckerin nicht zu finden ist, liegt nur darin, daß es ein "almost entirely posthumous work" ist, d. h. nicht vollendet, und der Artikel über St.-G. war noch nicht geschrieben. Wir begegenen ihm aber in den Abhand¬lungen über die "Martinists" (S. 207) = Anhängern von Louis-Claude de Saint-Martin und der über Mesmer (S. 203). Er wird schon dort als eine Art "Supervisor" dargestellt. Es heißt über Mesmer selbst, Cagliostro und Saint-Germain:
"Of these three men, who viere at first regardet as quacks, Mesmer is already vindicated. The justification of the two others will follow in the next Century". Es wird Stimmen geben, die unter anderem in meiner Arbeit eine Bestätigung dieses Ausspruchs sehen. Hadwig, Fr. (d. i. Hedwig Kühnstetter): Eine Schule zum Licht : STündenbuch der Meisterbotschaften von Saint-Germain. - Bd. 1. Berlin : Kaul, 1959. - 239 S. Typischer Titel. Er steht an dieser Stelle nur, weil aus¬nahmsweise eine Verfasserin angegeben ist (auch nur lt. DBV; GV ordnet ihn unter 'Saint Germain1). Meist fungieren heutige beteiligte Personen lediglich als Herausgeber, und die Titel rangieren unter 'St.-G.' (s.d.) oder dem Sachtitel. Auffällig ist auch, daß innerhalb dieses Umkreises 'Saint Germain' fast immer ohne Bindestrich geschrieben wird. (Angleichung an 'Sankt1, vermute ich). "I Am" - Bücher: s. Godfre Ray King \ s. Zimmermann, Werner Die "I Am"-Bewegung ist offenbar die größte derer, die sich von St.-G. ableiten oder auf ihn berufen. Ihr irdischer Initiator war Godfre Ray King. King, Godfre Ray: Begegnung mit dem Meister. - übers, u. hrsg. von Werner Zimmermann. - Zielbrücke-Thielle (Schweiz) : Fank- 1943. - King, Godfre Ray: The magic presense. - ("I Am"-BUcher ; 2) [Keine weiteren Angaben enthalten) King, Godfre Ray: Unveiled Mysteries. - ("I Am"-Bücher ; 1) fDesgl.) Leadbeater, Charles Webster: Die Meister und der Pfad. - Düssel-dorf, 1926. - L. war (lt. Miers: Lexikon ... S. 247) "einer der bedeutend¬sten aber auch umstrittendsten Okkultisten der Adyar-TG (= Theosophische Gesellschaft, in Adyar, Indien, gegründet) und Initiator der Liberal-Katholischen Kirche"; (früher war er Priester der Anglikanischen Kirche gewesen); er hätte später "Annie Besant in einer Art okkulten Haft gehalten" (Miers: A.a.O., S. 248). Seine Bücher sind zwar (absichtlich?) simplifizierend geschrieben, aber auf merkwürdige Art lesens¬wert.
Die Neue Ära : esoterische Gespräche über Christus. -März 1976. - Maschinengeschriebenes Manuskr., fast un¬leserlich, (ca. 32. Durchschlag). - St.-G. als eine Art Wiederverkörperung (genannt "Einkörperung") von Jesus Christus. 'Saint Germain': (hier alle entspr. Sachtitelwerke verz.) a) ÜreiuTiMreißig Heden von Saint Germain. - Hrsg. von Ruth Issberner-Haldane. - (Keine weiteren Angaben) F) Reden vom Meister Saint Germain und anderen Aufge¬stiegenen. - Berlin-Wilmersdorf : Raul, 1960. - 31 S. c) Eine Schule zum Licht : s. Fr. Hadwig d) Der siebte Strahl : vom Aufgestiegenen Meister Saint Germain / zus.-gest. u. hrsg. v. Thomas Printz (El Morya). - 2. Aufl.-/ Berlin : Die Brücke zur Freiheit, 1953. - 80 S. Steiner, Rudolf: mehrere Vorträge im 2. Jahrzehnt unseres Jahrhunderts. Die Angaben, die ich darüber erhielt, haben mich aber nicht zum Ziel der Ermittlung geführt. Veit, Karl L.: Der Wundermann Europas. - Wiesbaden : Ventla-Vl. -("keine weiteren Angaben ermittelt) Zimmermann, Werner: Ich bin ein Kind des Lichts. - 2. Aufl. -Zielbrücke-Thielle (Schweiz), 1946. - Nach Angaben von orientierten Leuten dieser und folgende Titel übers.(z. T. unautorisiert?) der Bücher von Godfre Ray King. Zimmermann, Werner: Ich bin : Erkenntnis jenseitigen Wissens, Tat. - 6. - 10. Tsd. - München, 1952. - CS^\J Zimmermann, Werner: Ich bin : Meisterschaft über Leib und Schicksal. - München, 1962. -
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