Rosenkreuzerische Kulturimpulse und ihr Schattenbild Aufsatz Paul Bühler Bilder Sitemap Links Literaturliste

| In seinem Aufsatz „Rosenkreuzerische Kulturimpulse und ihr Schattenbild“, welcher im Aufsatzband „Kulturimpulse in der Dichtung“ enthalten ist, geht Paul Bühler noch genauer auf die Person des Grafen Saint Germain und die okkulte Strömung ein, der er angehörte. Er schreibt dort u.a.:
„Das Bemühen der wahren rosenkreuzerischen Geistigkeit, die erwachten Impulse in die richtigen Bahnen zu lenken, wird in dem Drama ‚Der Weltenwanderer‛ geschildert, besonders im Vorspiel, wo der Weltenwanderer - Christian Rosenkreutz -, der in der exoterischen Erscheinung des Grafen Saint Germain wirkt, einzugreifen versucht, um dem Revolutionär die von ihm falsch verstandenen Worte aus seinem menschlichen Denkbewusstsein heraus zu entwickeln und so richtig zu „confundieren“.
Der Weltenwanderer: Was einst als Trinität vom Kosmos her, das Leben lenkte und behütete, wird aus den Menschen, die ihr Ich gefunden, als Tatgedanken wiederum erstehn, dass sie erleben: wir sind gottgeboren, im Christus sterben macht die Seele frei, - im gleichen Weltengeist sich finden heißt: den anderen anerkennen und ihn lieben.
Die Freiheit ist: auf eignem Ich zu gründen, frei von Gebot, doch frei auch von dem Trieb. Und Gleichheit heißt: In Jedem zu verehren, dass ihn der gleiche Weltengeist erfüllt; - und Bruderschaft führt uns zum Opferbringen dem Nächsten, der der Weltvollendung dient.
Es wird in dem Drama dann versucht, die Erkenntnis von der Reinkarnation, die in jener Zeit wieder auftaucht [...] als lösendes Motiv in die Handlung hereinspielen zu lassen.“ |  St. Germain |