Der Graf von Saint Germain in Peter Schraud
| Solche Umwege liebt das Leben, denn ohne Carls Festhalten an diesen Liebhabereien wäre es nicht zu der von ihm favorisierten Gründung des Eisengusswerks Carlshütte durch Holler 1827 in Rendsburg gekommen. Und da wiederum fällte ein Zusammentreffen auf, das sich auf dem Neuwerkgarten im Gottorfer Schloßbereich bezieht. Als Carl von Hessen das Amt des Statthalters antrat, war der Verfall der Gottorfer Lustgärten bereits weit fortgeschritten. Aber 1772 wurde der Tempel mit kleiner Kaskade erneuert, und 1832 eine gusseiserne Brunnenschale zugefügt, von immerhin 2,30 m Durchmesser, ein Erzeugnis der neuen Carlshütte. In diesem Beisammensein von Tempel und eherner Schale, die Wasser enthält, ist eine verschwiegene Reverenz zu sehen an den ersten eingeweihten Baumeister. Von diesem leiten sich die Freimaurer her. Hieram errichtete den salomonischen Tempel und davor das eherne Meer, die gewaltige eiserne Schale, deren Guß so gefahrvoll war. Dieses Beherrschen der irdischen Elemente, die Kunst Feuer und Wasser zu mischen, verbunden mit einem hohen esoterischen Rang ist das offenkundig gemeinsame zwischen dem Tempelbaumeister von Jerusalem und St. Germain wie sein vertrauter Schüler Carl ihn sah. | ![]() Schloß Gottorf |
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