Der Graf von Saint Germain in Peter Schraud
| Die Fama berichtet, daß der Verstorbene weiterhin erblickt wurde. In Versailles, um die königliche Familie vor den Wirren der Revolution zu warnen, in Wien und auch wieder in Schleswig beim Leichenbegängnis seines mit 92 Jahren gestorbenen Freundes, der über 60 Jahre regiert hatte. Das war 1836, und keiner der Trauergäste konnte die charakteristische Gestalt in Perücke und Kniehosen übersehen. Eine Anregung, die auf Graf St. Germain zurückgeht und Carl von Hessen in seinem Alchimistenglück bestärkt hat, ist das sogenannte Carls-Metall (auch Neu-Platina genannt), eine Legierung, die sich trotz des Einsatzes des Chemikers Forchhammer ab 1825 nicht weiter fabrikmäßig verwerten ließ. Der Neffe eines Schleswiger Goldschmiedes, der mit Carl zusammenarbeitete, notierte: Ein Stück von diesem Golde liegt vor mir auf dem Tische; es ist eigentlich Eisen und hat keine einzige edle Eigenschaft des Goldes, sieht aber fast so aus, nur läuft es nach kurzer Zeit stark an und bekommt eine unedle schmutzig-graugrüne Farbe. Aus dieser Substanz musste mein Onkel nun allerlei Schmucksachen, als Broschen, Ringe, Ohrgehänge, Armbänder usw. gießen -, welche Gegenstände dann als Geschenke an fürstliche Personen versandt wurden. Bei der hohen Stellung des Gebers war es natürlich nicht möglich, diese Geschenke zurückzuweisen. | ![]() Carl von Hessen |
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