Der Graf von Saint Germain in
Schleswig-
Holstein

Peter Schraud

 

 

Warum aber war der Farbenfabrik und somit der darbenden heimischen Industrie kein Erfolg beschieden? Der prominente Seidenhändler Willermoz in Lyon wurde ja bemüht, die Erzeugnisse zu vertreiben. Doch es liegt auf der Hand, dass dieser seit dem Wilhelmsbader Konvent 1782 als Freimaurer-Rivale auftretende rührige Mann die Gelegenheit nicht verstreichen ließ, sich unbrüderlich zu verhalten. Er gab den Proben der gefärbten Stoffe keine Chance. Saint Germain musste, besonders in Abwesenheit seines Freundes, den Eindruck haben, es gebe hier nichts mehr für ihn zu tun und legte am 27. Februar 1784 im Christianspflegehaus –neben dem Fabrikgebäude- seinen so ausdauernd gewesenen Leib ab.

Der rosenkreuzerische Arzt Lossau erhielt seinen ganzen medizinischen Nachlaß, von dem aber nichts bis heute bekannt wurde, außer dem Volksheilmittel „Saint Germain Tee“, dem abführenden Getränk aus Sennesblättern.


St. Germain
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