Graf Saint Germain - unser Bruder Ein Kind ohne Vornamen Fragen: Wer war der Graf Peter Schraud Bilder Sitemap Links Literaturliste

| Aus dem neu entstehenden Buch „Graf Saint-Germain - unser Bruder von Peter Schraud
Ein Kind ohne Vornamen Der Graf von Saint-Germain hat keinen Vornamen. Im Unterschied zu dem gleichzeitigen Louis-Claude de Saint-Germain(1707-1778), Generalfeldmarschall in dänischen Diensten und kurzzeitig Kriegsminister unter Frankreichs Ludwig XVI.( und anderen Namensträgern) geht er durch die Zeiten wie eine Rätselgestalt. Den Namen wählte er sich selbst. Was spricht sich aber darin aus und was können wir damit verbinden? Das lateinische germanus heißt Bruder und hat sich in den romanischen Sprachen bis heute erhalten. Germanus mit Deutscher zu übersetzen wäre unüblich: Tacitus spricht nur in der Mehrzahl von Germani als einer Gesamtheit von Stämmen, die er dann einzeln benennt: Bataver, Sueben usw. Von mehreren Heiligen mit Namen Germanus ist der maßgebende Germanus, Bischof von Paris im 6. Jahrhundert, dessen Fest am 28.Mai gefeiert wird. Er ist der Gründer des Klosters Saint-Germain - des - Près. Wenn wir Saint - Germain als Ortsnamen nehmen, bezieht es sich auf einem dem hl. Germanus geweihten Platz mit Kirche oder Kloster. Ein solcher in Frankreich berühmter Ort ist Saint-Germain-en-Laye westlich von Paris mit seinem alten Kloster und einer Residenz der französischen Könige. Dieses Schloß hat Ludwig XIV. seinem Verbündeten, dem entthronten Stuart-König Jakob II. überlassen, der dort 1701 starb. Sogleich knüpften sich an Saint-Germain-en-Laye alle Legenden und Überlieferungen von einem veritablen Templerschatz oder zumindest dem geistigen Erbe des 1314 vernichteten Tempelritterordens, als dessen würdige Nachfahren sich die Stuarts betrachteten Es könnte sich also jemand Graf von Saint-Germain nennen mit der Devise, ein Fortsetzer der Templergeheimnisse sein zu wollen. Oder ernennt sich „Heiliger Deutscher“, wenn er das Andenken seiner deutschen Mutter ehren will. Oder „Heiliger Bruder“. Diese Version wird gestützt durch Quellen des 18.Jahrhunderts – aber die beiden anderen sind genauso schlüssig Daß er sich aber Saint - Germain nennt ausgerechnet nach dem Heiligen, auf dessen Tag sein Geburtstag fällt: der 28.Mai 1696, ist ein kühner Wappenspruch. Er heißt: „Ich bin nicht tot! Ich, der Totgesagte, bin lebendig!“. Damit bekennt sich der Namenlose „bambino“, als er zur Konfirmation seine Abstammung erfährt, zu seinem Vater Franz II. Rakoczy, seiner deutschen Mutter Charlotte Amalie von Hessen-Rheinfeld und zu seinen jüngeren Brüdern. Aber wenn die Botschaft 220 Jahre nach seinem Tod wieder entschlüsselt ist, klingt sie ja auch aktueller: Gilt sie nicht für jeden, der von einem persönlichen Weiterleben überzeugt ist? „Äußerlich bin ich totgesagt, aber ich lebe weiter!“ in dieser oder ähnlicher Form ist das ein Bekenntnis, an zeitlos viele Brüder und Schwestern gerichtet.
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