Der Graf von Saint Germain

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7. Klasse

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Der Graf traf auf seiner Ausreise aus Russland den Kaufmann Tornetti, dem er schon früher begegnet war und dem er damals aus einer schwierigen Situation geholfen hatte, wieder. Auf die Frage des Grafen wohin er reise, antwortete Tornetti, dass er nach Doornik (Tournai) wolle, um dort Seidenmanufakturen zu gründen. Der Graf beschloss spontan mit ihm zu reisen und seine Aktion zu unterstützen, zumal er in Doornik seit 12 Jahren Domherr war. Er hatte vor, in den Seidenmanufakturen die von ihm neu entwickelten Färbemethoden auszuprobieren und für Menschen Arbeitsplätze zu schaffen. Auf seiner Reise nach Doornik, die über Brüssel verlief, traf er zur seiner Freude den österreichischen Minister Graf Carl Cobenzl, der ein guter Freund von ihm war. Cobenzl, den Saint Germain in seine Pläne eingeweiht hatte, war sehr angetan von der Idee und wollte diese tatkräftig unterstützen. Cobenzl organisierte, dass der Graf von Saint Germain Kredite von zwei Bankhäusern bekam. So wurde die Seidenfirma gegründet, die aber von Wien, von dem Kanzler Graf Kaunitz verboten wurde. Kaunitz tat die aus der Angst, Saint Germain könnte auf die Rechte als Sohn Rakoczys pochen. Obwohl Saint Germain die Firma noch einige Zeit aufrecht erhalten konnte, musste er sie schliesslich übergeben und aus Doornik abreisen.
In die selbe Zeit fielen seine Friedensbemühungen in Fontainebleau, die später durch seine Mithilfe zum erfolgreichen Ende und dem Friedensvertrag zwischen Frankreich und England führten.
Nach seinem Doornik-Aufenthalt reiste Saint Germain nach Turin, London, Indien und dem Orient. Er hielt sich in Genua, Livorno und in Tunis auf und besuchte Fürstenhöfe in Baden, Hessen und Nassau. Weitere Reisen führten ihn nach Italien, Ansbach, Nürnberg, Braunschweig, Karlsruhe und Baden-Baden. 1776 war der Graf auf dem Kongress der Freimaurer, der vom 16. August bis zum 5. September in Wiesbaden stattfand.


Graf St. Germain
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